
Bozen – Seit dem 1. Februar hat Andrea Zeppa einen neuen Job: Er ist nun Direktor des Landesamtes für Museen und museale Forschung. Gleichzeitig ist damit sein bisheriger Sonderauftrag beim Land zu Ende gegangen. Nämlich jener für die Umsetzung der Haushaltsüberprüfung.
Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2022 wurde Zeppa dafür engagiert, sämtliche Ausgaben des Landeshaushaltes auf Wirksamkeit und Effizienz zu überprüfen und gleichzeitig Einsparungen und Verbesserungen vorzuschlagen. Eineinhalb Jahre später legte Zeppa seine Abschlussberichte vor (siehe SWZ-Bericht). Und im Anschluss daran erhielt er den Auftrag, die Umsetzung der Haushaltsüberprüfung zu begleiten – und zwar bis Ende 2026.
Nun hat die Landesregierung diesen Sonderauftrag aufgrund des neuen Jobs von Andrea Zeppa widerrufen. Damit fällt die Schlüsselfigur für die Schaffung eines effizienteren Landeshaushaltes weg. Zeppa hat sich mehr als drei Jahre lang mit den Landesausgaben befasst und eine entsprechende Expertise aufgebaut. Ob der Sonderauftrag neu vergeben wird, bleibt abzuwarten.
Mühsame Umsetzung
Über die Hintergründe des Wechsels kann nur gemutmaßt werden. Vielleicht ist Andrea Zeppa eine fixe Führungsposition nun lieber als die zeitgebundene Tätigkeit als Sonderbeauftragter. Womöglich war die Motivation für den Job aber auch nicht mehr so groß. Denn in der Außenwahrnehmung scheint es so, als würden manche Sparvorschläge von Zeppa nicht allzu ernst genommen.
Nur zwei Beispiele: Zeppa schlug beim Bausparen Einkommensgrenzen und eine Korrelation des Zinssatzes mit den Marktzinsen vor, um so die Nachfrage zu senken. Die Landesregierung beschloss wenig später aber das Gegenteil: niedrigere Zugangskriterien und Zinsen. Weiters legte Zeppa die Abschaffung der Eeve-Erklärung und den vollen Umstieg auf die Isee-Erklärung nahe. Nun hat sich die Landesregierung aber entschieden, die Eeve beizubehalten.

















