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Haus aus dem Drucker

Digitalisierung – Auf internationaler Ebene kommen immer mehr Neubauten aus dem 3-D-Drucker. Das innovative Verfahren ist schnell, kostengünstig und schont laut Experten die Umwelt. Eine realistische Möglichkeit für Südtirol?

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
19. Januar 2018
in International
Lesezeit: 3 mins read

San Francisco/Bozen – 24 Stunden Bauzeit, Kostenpunkt: 9.500 Euro. Mit diesen Zahlen ließ im Frühjahr vergangenen Jahres ein amerikanisch-russisches Start-up aufhorchen. Die Firma Apis Cor hatte mit ihrem 3-D-Drucker den Rohbau eines kompletten Hauses ausgedruckt – innerhalb von 24 Stunden. Inklusive Türen und Fenster, der Fassade und der technischen Ausstattung kostete das fertige Kleinhaus laut dem Unternehmen am Ende 9.500 Euro. Heruntergebrochen auf die Hausfläche betrug der Quadratmeterpreis des Rundbaus mit einer Bruttofläche von 38 Quadratmetern 260 Euro. Zum Vergleich: Laut der Tageszeitung „Die Welt“ können deutsche Baufirmen für 9.500 Euro gerade einmal vier Quadratmeter Haus in herkömmlicher Bauweise bauen. Das wiederum hieße: Das Kleinhaus der Firma Apis Cor würde bei einer deutschen Baufirma 90.250 Euro kosten – zehnmal so viel.

Den Unterschied macht die Technik. Während beim herkömmlichen Ziegel- und Betonbau die menschliche Arbeitskraft, das mit Abstand kostenintensivste Element am Bau, immer im Vordergrund steht, verrichtet beim Bauen 4.0 der 3-D-Drucker die Arbeit. Dabei gibt es unterschiedliche Arten des Drucks (siehe beigestellte Info). Im Fall des amerikanisch-russischen Start-ups wurden die Teile nicht in einer Fabrik des Herstellers gedruckt, sondern vor Ort. Der 3-D-Drucker, im Zentrum des Rundbaus platziert, sprühte in einer langsamen Drehfahrt ein spezielles Betongemisch aus. Exakt nach den Bauplänen für das Haus programmiert, ließ der Drucker so runde Wände entstehen. In diese wurden dann sofort nach dem Erhärten des Spezialbetons, der schneller trocknet als das herkömmliche Gemisch, Fenster und Türen eingebaut. Laut Experten hilft das Verfahren massiv, Material zu sparen, und ist gerade deshalb dazu prädestiniert, die beim Bauen anfallenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt drastisch zu reduzieren.

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Ein Problem hingegen stellen bei größeren Häusern die tragenden Elemente dar, die nach wie vor am Stück an die Baustelle geliefert und eingebaut werden müssen. Doch der 3-D-Druck ist dabei, auch dieses Problem zu lösen. Einzelne Firmen in Deutschland und China versuchen derzeit, tragende Betondecken zu drucken, die große Zugkräfte aushalten – bisher die Achillesferse des Verfahrens.

Experimentiert wird auch bei der Fassade. Während eine herkömmliche Gebäudehülle schichtweise aufgebaut ist, etwa aus Beton oder Mauerwerk, Dämmmaterial und Putz, kann der 3-D-Drucker diese Schichten und ihre Funktionen in eine einzige integrieren. An der TU München laufen Versuche, Kunststoffwände zu drucken, die wie eine Milchglaswand Licht hineinlassen und gleichzeitig verhindern, dass man von außen ins Innere schauen kann. So könnte im Winter die Sonne durch die Wände des Hauses kommen, ohne dass seine Bewohner geblendet werden. Auch die Wärmeisolierung und die Energieeinsparung könnten durch spezielle Fassaden revolutioniert werden. Auch an Gebäudehüllen aus Reststoffen wie Lignin, einem Abfallprodukt bei der Papierherstellung, oder Chitin vom Panzer von Meeresfrüchten wird gedacht.

Einig sind sich Hersteller und Experten, dass es noch Jahre dauern wird, bis der 3-D-Drucker in puncto Bauen ein Level erreicht, auf dem wie in der Autoherstellung eine serienmäßige hohe Qualität produziert werden kann. Für einige Bereiche ist das innovative Verfahren aber schon jetzt eine vielversprechende Alternative. So könnten die Häuser aus dem Drucker bei Naturkatastrophen wie Erdbeben den Opfern ein schnelles und gutes Dach über dem Kopf bieten. Auch gibt es in Deutschland Überlegungen, die Technik in der Unterbringung von Asylwerbern einzusetzen. In China und Japan gilt das Bauen mit dem 3-D-Drucker als Zukunftslösung für das immer drängender werdende Problem des knappen Wohnraums.

Das Problem des knappen und teuren Wohnraums kennt auch Südtirol. Dass daran jedoch das Bauen mit dem 3-D-Drucker schon bald etwas ändern kann, glaubt Markus Kofler, Präsident des Baukollegiums, nicht: „Der 3-D-Druck am Bau steckt noch in den Kinderschuhen. Da und dort wird experimentiert. Es wird sicher noch viele Jahre dauern, bis das erste Haus aus dem 3-D-Drucker in Südtirol steht, auch der internationale Vergleich zeigt, dass nur sehr einfache Bauten gedruckt werden, die nicht unseren heutigen Qualitäts- und Wohnansprüchen genügen.“ Sehr wohl steige laut Kofler aber der Grad der Vorfertigung sowie der Informationsverdichtung am Bau stetig. Bau-Software wie BIM (Building Information Modeling, diese Zeitung hat berichtet, siehe Nr. 24/17, nachzulesen auf SWZonline und in der SWZapp) oder Konzepte wie „Virtual Reality“ oder „Augmented Reality“ würden im großen Trend der Digitalisierung dazu beitragen, schneller und effizienter bauen zu können, so Kofler.

Schlagwörter: 03-18freenomedia

Info

Was ist 3-D-Druck?
3-D-Druck ist nicht gleich 3-D-Druck. Der Sammelbegriff steht für eine ganze Reihe von Fertigungstechniken, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren und sich jeweils für bestimmte Materialien eignen. Ihr gemeinsamer Nenner ist, dass alle Verfahren dreidimensionale Objekte bauen, indem sie Material in dünnen Schichten auftragen und verfestigen. Der Fachbegriff dafür ist additive Fertigung (additive manufacturing) – in Abgrenzung zur Fertigung, bei der etwas weggenommen wird wie beim Fräsen, Sägen oder Schneiden.
Eine Methode ist das sogenannte FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling). Dabei werden Materialien verarbeitet, die beim Erhitzen weich und formbar werden, wie thermoplastische Kunststoffe wie ABS oder PLA, aber auch Modellierwachs und Schokolade. Der Druckknopf von FDM-Maschinen besteht aus einer heißen Düse, in die das feste Rohmaterial gepresst wird und sich dadurch verflüssigt. Am anderen Ende der Düse tritt die Paste als dünner und weicher Faden aus, der dann in Schichten angelegt wird. Die meisten 3-D-Drucker, die weniger als 4000 Euro kosten, arbeiten heute mit FDM.
Eine andere Methode ist die Fertigung mit Pulver als Rohmaterial. Dabei wird das Pulver in feinsten Schichten aufgetragen, anschließend geht der Druckknopf darüber und verfestigt das Pulver entsprechend der Form des gewünschten Objektes. Werden Kunststoffe wie Polyamid oder Metalle wie Stahl und Titan verarbeitet, verschmilzt oder sintert ein Laser die einzelnen Körnchen punktgenau, was dann Selective Laser Melting (SLM) oder Selective Laser Sintering (SLS) heißt.
Stereolithografie-Maschinen (SLA) formen hingegen Gegenstände aus Kunstharz. Die Flüssigkeit härtet unter UV-Licht punktuell aus. Stereolithografien zeigen feinste Details, sie sind aber oft deutlich zerbrechlicher als aus Pulver gesinterte oder gelaserte Objekte. Die Stereolithografie ist die älteste 3-D-Druck-Technik und wurde bereits in den Achtzigerjahren entwickelt.
Die neueste Entwicklung heißt 3-D-Metalldruck. Dabei werden dünne Schichten von Metallpulver aufgetragen, aus denen aktuell bereits Werkzeuge aus Metall entstehen, die ansonsten mühselig aus Blöcken herausgefräst, gedreht oder geschnitten werden. Experten prognostizieren der Technik, mit der künftig komplizierteste Metallfertigungen wie Flugzeuge am Computer hergestellt werden könnten, ein jährliches Umsatzwachstum von 35 Prozent bis 2025.

Ausgabe 03-18, Seite 18

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