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Golf-Spaß bis zur Pleite

Golf gilt als Sport der Gutsituierten; dennoch tun sich manche Platzbetreiber schwer, kostendeckend zu arbeiten, denn Bau und Instandhaltung eines Golfplatzes im alpinen Gelände sind teuer. In dieser Woche wurde der Konkurs über die St. Vigil GmbH verhängt.

Simone Treibenreif von Simone Treibenreif
8. Juni 2012
in Südtirol
Lesezeit: 5 mins read

Bozen – Zwischen 300.000 und 400.000 Euro kostet es im Durchschnitt in einem Gebiet wie Südtirol, ein Loch – Abschlag, Fairway und Grün – für einen Golfplatz bespielbar zu machen. Demnach erfordert eine 9-Loch-Anlage Investitionen in Höhe von 2,7 bis 3,6 Millionen, für eine komplette 18-Loch-Anlage sind es 5,4 bis 7,2 Millionen Euro. Wie viel so ein Platz jedoch tatsächlich kostet, hängt stark von den jeweiligen Gegebenheiten ab.

So hat etwa der Bau des 18-Loch-Platzes Kastelruth-Seiser Alm in Seis sehr viel gekostet, nämlich an die acht Millionen Euro. Die 2007 eröffnete Anlage gilt als landschaftlich sehr schön und technisch anspruchsvoll – was die Betreibergesellschaft, die St. Vigil GmbH, nicht davor bewahrt hat, in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Bereits seit Langem gab es Gerüchte um Liquiditätsprobleme der Gesellschaft, in dieser Woche hat das Landesgericht den Konkurs verhängt. 8,9 Millionen Euro betragen inzwischen die Verbindlichkeiten trotz Entgegenkommens der Gläubigerbank, der Südtiroler Volksbank. Die zuständige Richterin Francesca Bortolotti will den Betrieb sicherstellen, und angeblich haben einige Südtiroler Unternehmer Interesse an einer Übernahme des Platzes und sollen diesbezügliche Verhandlungen mit der Bank führen.

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Neben den hohen Baukosten, so sagen Fachleute, sind den Betreibern des Golfplatzes Kastelruth-Seiser Alm auch die – im Vergleich zu anderen Anlagen – hohen Mitarbeiterkosten zum Verhängnis geworden, denn bedingt durch das steile Gelände ist bei der Platzpflege viel Handarbeit nötig.

Dazu kommt auch der sich in den vergangenen Jahren verstärkt abzeichnende Trend hin zu „Pay and Play“: Golfer, die viel spielen, werden sich auch in Zukunft einen „Heimatplatz“ aussuchen, wo sie ihre Mitgliedschaft zahlen und spielen, so oft sie wollen – weil das günstiger ist. Aber wer nur wenig spielt, entscheidet sich immer öfters für eine Mitgliedschaft mit einem eingeschränkten Spielrecht oder mit einer Form, wo er jedes Mal sein Greenfee (Tagesgebühr) zahlt, wenn er spielt. Auch dieses Phänomen soll den Platzbetreibern in Kastelruth große Probleme bereitet haben, da das sogenannte „tessera­mento libero“, das ist die direkte Einschreibung in den Golfverband ohne Mitgliedschaft in einem Golfclub, 2007 vom italienischen Golfverband eingeführt wurde – zeitgleich mit der Eröffnung des Platzes.

Beim italienischen Golfverband ist man mit dem „tesseramento libero“ einer Entwicklung gefolgt, die in Frankreich und Deutschland bereits einige Jahre zuvor passiert war: Die Mitgliederzahlen der Clubs sind gesunken, die Zahl der Golfspieler aber insgesamt gewachsen. Diese neu dazugekommenen Spieler produzieren nach einiger Zeit dieselben Umsätze wie die ausfallenden Mitglieder. Golf ist also von einem Elitesport zu einem Sport für breitere Schichten geworden, die Platzbetreiber haben sich aber noch nicht ganz dieser Entwicklung angepasst.

Ein weiterer Südtiroler Golfplatzbetreiber war vor einigen Jahren ebenfalls in großen finanziellen Schwierigkeiten: der Golfclub Pustertal mit seiner 9-Loch-Anlage in Reischach. Ein Konkurs sei – trotz angeblicher Verbindlichkeiten im Millionen-Bereich – durch einen Vergleich abgewendet worden, heißt es aus informierten Kreisen.

Andere Golfplätze in Südtirol dagegen konnten ihre finanzielle Lage durch verschiedene Strategien stabil halten. So hatte beispielsweise der Golfclub Petersberg einen Vorreiter-Bonus: Als die Familie Thaler den Bau der ersten modernen Anlage Südtirols in den 1980er- Jahren initiierte, war Golf noch ein sehr teures Hobby. Dementsprechend waren die Golfclub-Mitglieder bereit, zwischen vier und 7,5 Millionen Lire (etwa 2.000 und 3.800 Euro) als sogenannte einmalige Einstiegsquote in den Club zu bezahlen. Mit der damit zusammengekommenen Summe wurde der Bau der Anlage zu einem großen Teil finanziert. Und da der Platz so gebaut worden ist, dass ein Großteil der Pflege maschinell erfolgen kann, braucht es weniger Mitarbeiter in diesem Bereich – auch ein Grund, dass sich Betriebskosten und Einnahmen die Waage halten.

Auch in Passeier hat man versucht, die Anfangsinvestitionen durch einmalige Einstiegsquoten der Golfclubmitglieder aufzubringen. Doch das klappte nicht, denn mit der steigenden Anzahl von Anlagen funktionierte dieses Finanzierungsmodell nicht mehr; die Clubmitglieder waren und sind nicht mehr bereit, einen hohen Aufnahmebetrag zu bezahlen. Der Golfplatz in St. Martin konnte allerdings auf einen Mäzen zählen: Der aus dem Tal stammende Holz-Unternehmer Karl Pichler soll in den vergangenen Jahren Millionen in den Bau bzw. Ausbau des Platzes investiert haben. Dadurch konnte sich der Platz entwickeln und etablieren, ohne dass der finanzielle Druck Oberhand genommen hätte. Geld in in die Taschen des Klubs gespült hat die Hotelkubatur, die die Gemeinde auf dem Grund, der dem Golfclub gehörte, ausgewiesen hat. Mittlerweile sind Grund und Kubatur verkauft und ein Fünfsternehotel mit 200 Betten steht direkt am Platz; die beiden Unternehmen ergänzen sich hervorragend, werden von manchen sogar als Vorzeigeprojekt für ganz Italien bezeichnet.

Beim Golfclub Alta Badia, der den Platz am Campolongopass oberhalb von Corvara betreibt, griffen die Initiatoren wiederum auf eine andere Möglichkeit zurück: Rund 90 Prozent der Anfangsinvestition wurden durch Hoteliers bzw. Gastwirte aus dem Gadertal finanziert. 2,5 Milliarden Lire (knapp 1,3 Millionen Euro) betrug der Kostenvoranschlag für den Bau des 9-Loch-Platzes inklusive Clubhaus, tatsächlich waren dann vier Milliarden Lire (mehr als zwei Millionen Euro) fällig – für die Anlage ohne Clubhaus. Dieses wurde einige Zeit später mithilfe der Firma Rubner günstig errichtet.

Heute ist der Golfclub Alta Badia trotz der sehr kurzen Spielsaison von nur etwa drei Monaten jährlich finanziell relativ gesund, die Betriebskosten können durch Einnahmen aus dem Verkauf von Tageskarten bzw. durch die Beiträge der Mitglieder, aber auch durch die finanzielle Hilfe von Hotels und touristischer Organisationen gedeckt werden. Sorgen bereitet den Betreibern die wirtschaftlich angespannte Lage in Italien und der damit zusammenhängende Rückgang der Zahl italienischer Urlauer im Gadertal, denn besonders im August wird der Platz in erster Linie von Touristen aus dem Inland bespielt.

Auch der Golfplatz von Lana arbeitet sehr gut mit Urlaubern: 75 Prozent seines Jahresumsatzes werden durch Gäste generiert – oder anders ausgedrückt, von den 14.000 Personen, die den Platz jährlich von Mitte Februar bis Mitte November nutzen, sind 13.500 keine Clubmitglieder. Diese gute Mischung aus Touristen und Einheimischen ist wohl mit ein Grund dafür, dass der Platz mit zu den rentabelsten im Land gehört.

Den Golfplatz in Lana gibt es seit mehr als 15 Jahren – und er ist auf einem guten Weg, sich zu amortisieren. Die Abzahlung der Finanzierung für den Bau der Anlage ist auf 30 Jahre angelegt. Einen Sonderfall in der Südtiroler Golfplatz-Realität stellt Lana insofern dar, als dass die Pacht für die 18 Hektar, die der 9-Loch-Platz umfasst, teurer als in den alpineren Gegenden ist – der Platz wurde auf ertragsstarkem landwirtschaftlichen Kulturgrund errichtet.

Der Golfplatz am Karerpass dagegen erstreckt sich über Gelände, das im Winter zum Teil als Skipisten genutzt wird. Die 9-Loch-Anlage, die Ende der 1980er-Jahre eröffnet wurde, ging mit der Übernahme des Skigebiets Carezza durch Georg Eisath ebenfalls an den Unternehmer über. Seit einigen Jahren wird der Platz nun von einer Gesellschaft aus Oberitalien geführt. Über die finanzielle Situation der Platzbetreiber ist wenig bekannt.

Ein achter Südtiroler Golfplatz soll schon bald an den Gemeindegrenzen von Eppan und Terlan entstehen, indem die Übungsanlage Schloss Freudenstein ausgebaut wird. Der Platz ist ein Projekt der Unternehmer-Brüder Gostner. Eine solche neue Anlage in der Region zieht zwar Einheimische von den „alten“ Golfclubs ab, wirkt sich aber positiv auf den Golftourismus aus. Denn für golfende Urlauber sind Destinationen interessant, in denen sie auf mehreren Plätzen spielen können. Und für die Südtiroler Golfplatzbetreiber sind die Urlauber eine sehr wichtige Klientel, denn nur mit Einheimischen könnten sie sich nicht finanzieren. Das hängt zum einen mit den Greenfees zusammen, die die Touristen erstehen, zum anderen mit der Frequenz, die diese garantieren. Denn heutzutage braucht es im Verhältnis zu früher mehr Leute, um denselben Umsatz zu erzielen – weil die Einnahmen aus den Aufnahmebeiträgen weggefallen sind und weil die einheimischen Spieler eine Auswahl unter mehreren Mitgliedschaftsformen haben.

Ein Grund, weshalb sich die Südtiroler Golfplatzbetreiber im Nachteil sehen, ist die fehlende Unterstützung durch die öffentliche Hand: Im Trentino beispielsweise wurde die Errichtung der Plätze mit bis zu 70 Prozent durch die Provinz gefördert. So ist etwa auch der Golfclub Dolomiti in Sarnonico gleich hinter der Mendel großteils öffentlich finanziert. Und er steht in direktem Wettbewerb mit den Südtiroler Clubs.

Schlagwörter: 23-12freenomedia

Ausgabe 23-12, Seite 5

Simone Treibenreif

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