Bozen – Gleiches Recht für alle. Der Raiffeisenverband Südtirol ist erneut für Geschlechtergleichstellung zertifiziert worden. Bereits 2023 gehörte er zu den ersten Organisationen Südtirols, die den damals neu eingeführten Standard erfüllten. Nun wurde dieser im Rahmen eines unabhängigen Audits für weitere drei Jahre bestätigt.
„Die erneute Zertifizierung ist für uns Anerkennung und Auftrag zugleich. Sie zeigt, dass wir unsere Verantwortung als Arbeitgeber ernst nehmen und gleichzeitig bereit sind, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont Generaldirektor Christian Tanner.
Unterschiedliche Bewertungskriterien
Die Referenznorm UNI/PdR 125:2022 wurde 2022 eingeführt und definiert einen umfassenden Rahmen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung in Unternehmen und Organisationen. Bewertet werden unter anderem Unternehmenskultur, Führung, Personalprozesse, Chancengleichheit bei Karriere und Entwicklung, Entlohnung sowie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Grundlage der Bewertung sind objektive Kennzahlen sowie qualitative Kriterien.
Beim Raiffeisenverband flossen zudem die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung im Frühjahr sowie Maßnahmen zur Prävention von Diskriminierung in die Bewertung ein. „Gleichstellung lässt sich nicht allein an Absichtserklärungen messen. Entscheidend sind transparente Prozesse, nachvollziehbare Entscheidungen und überprüfbare Ergebnisse. Genau diesen Anspruch verfolgt die Zertifizierung“, erklärt Petra Öhler, Verantwortliche für Personalentwicklung beim Raiffeisenverband.
„Der Frauenanteil in Führungspositionen ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen.“ Luisa Nena
Besonders positiv bewertet worden sei, laut Verband, die hohe Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung sowie die konsequente Ausrichtung an messbaren Kennzahlen. Zudem weise der Raiffeisenverband keinen geschlechtsspezifischen Unterschied bei der Grundentlohnung auf. Und: „Der Frauenanteil in Führungspositionen ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen“, freut sich Luisa Nena, Bereichsleiterin für Personal und Arbeitsrecht.



















