Bozen – Gemeinsam ist man weniger allein. Die großen Genossenschaftsverbände in Trentino-Südtirol, der Raiffeisenverband Südtirol, Coopbund Alto Adige Südtirol und die Federazione Trentina della Cooperazione, bündeln ihre Kräfte, um künftig zusammen die Zukunft des Genossenschaftswesens zu gestalten.
Schlüsselrolle wahrnehmen
Die Initiative beruht auf der Überzeugung, dass den Genossenschaftsverbänden in einer Zeit tiefgreifender wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen eine Schlüsselrolle zukommt. Als regional fest verankerte Organisationen unterstützten Genossenschaften dabei, Zukunftsprozesse aktiv zu gestalten – von Innovation und Wachstum bis hin zu Weiterentwicklung und Transformation.
„Genossenschaften stellen das Wir über das Ich. Dieses Prinzip hat sie über Generationen hinweg stark gemacht – und genau darin liegt auch ihre Zukunft.“ Herbert Von Leon
„Mit unserem gemeinsamen Dialog wollen wir eine Plattform schaffen, auf der Ideen entstehen, Erfahrungen geteilt und Zukunft gemeinsam gestaltet wird. So entwickeln wir das Genossenschaftsmodell konsequent weiter und sorgen dafür, dass seine Werte auch in einer sich wandelnden Welt gemeinsam Orientierung, Zusammenhalt und wirtschaftliche Stärke geben“, sagt Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol, bei einem Treffen der drei Genossenschaften in der Kellerei Bozen.
Gemeinsame Vision
Die drei Vertretungsorganisationen verbindet eine Vision: Sie wollen ein starkes, modernes und innovatives Genossenschaftswesen fördern, das den Bedürfnissen der Menschen und der Gesellschaft gerecht wird. Monica Devilli, Präsidentin von Coopbund Alto Adige Südtirol: „Genossenschaften erwarten heute nicht nur Vertretung ihrer Interessen, sondern auch Orientierung, Fachkompetenz und Begleitung. Unsere Aufgabe ist es, sie bei den Herausforderungen des Wandels zu unterstützen und Innovation, Wachstum und Entwicklung zu fördern, damit sie auch künftig wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert für unsere Gemeinschaften schaffen können.“
Das Treffen in der Kellerei Bozen bildete den Auftakt eines langfristig angelegten Prozesses, der durch regelmäßigen Austausch, gemeinsame Initiativen und abgestimmte Vorschläge weitergeführt werden soll.
„Die Einheit unseres Systems ist ein prägendes Merkmal des Trentiner Genossenschaftswesens. Sie geht auf weitsichtige Persönlichkeiten zurück, die in den 1990er-Jahren die Grundlagen dafür geschaffen haben, dass sich die überwiegende Mehrheit der Trentiner Genossenschaften unter dem Dach einer gemeinsamen Vertretungsorganisation zusammengeschlossen hat“, sagt der neu gewählte Präsident der Federazione Trentina della Cooperazione, Renato Dalpalù.


















