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Gegen den Strom

Wirtschaftscoach Christine Bauer-Jelinek hat in ihrem letzten Buch mit dem Feminismus abgerechnet. Der Standpunkt einer Frau, die die Reaktionen der Öffentlichkeit nicht mehr scheut.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
29. November 2013
in Gesellschaft, Interview
Lesezeit: 4 mins read

SWZ: Was werden Sie beim Ladys-After-Work am 28. November in Innsbruck sagen, nach den kontroversen Reaktionen, die Ihr Buch bei dessen Präsentation verursacht hat?

Christine Bauer-Jelinek: Ich werde die Kernthesen des Buches erläutern und die Fehlinterpretationen richtigstellen. Denn man hat versucht, mich in ein rechtes oder jedenfalls konservatives Eck zu stellen, nur weil ich den Feminismus kritisiere. Das ist aber für mich nicht in Ordnung.

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Sie sagen, Frauen hätten den Mann als den falschen Feind im Visier: Welchen Feind haben Frauen?

Der Begriff Frauen ist hier eine Verallgemeinerung. Es geht vielmehr um eine kleine Schicht von Frauen, die sich im universitären Bereich und politischen Umfeld bewegt und sehr viel Macht über die öffentliche Meinung hat. Diese Frauen, deren Standpunkt ich mit dem Kunstbegriff Allmachtfeminismus umschreibe, bauen bewusst Feindbilder auf, und zwar mit einem ganz verächtlichen Unterton: ‚Die Männer verhindern die Frauen’, ‚die Männer mit ihrem Testosteron sind schuld, dass es die Krise gibt’, und Ähnliches. In den Publikationen kommt eine Diktion zutage, die besorgniserregend ist. Und es ist alles so tierisch ernst. Das war in den 80er-Jahren schon mal besser. Vor allem dachte ich, dass die Frauenbewegung diese Phase längst überwunden hätte. Nun flammt sie wieder auf, als ob es keine anderen Sorgen gäbe.


Sie beklagen die Opferrolle, die manche Frauen einnehmen und sie in ihrer Entwicklung hemmt. Ist das für die engagierten Frauen von heute wirklich ein Thema?

Engagierte Frauen, die sich durchsetzen können, nehmen sowieso keine Opferrolle ein, deshalb wollen sie auch keine Quote. Die Opferrolle wird vom eben beschriebenen Allmachtfeminismus und der damit verbundenen Frauenpolitik gefördert, die ständig darauf besteht, dass Frauen Unterstützung brauchen, weil die Männer sie behindern würden. Gegen diese Haltung trete ich mit dem Buch und diesem Vortrag an.


Sie sind also gegen Frauenquoten?

Ganz strikt, Frauenquoten sind ein Frauendiskriminierungsinstrument. Die so gewählten oder angestellten Frauen müssen immer betonen, dass sie trotz Quote etwas können. Außerhalb dieser allmachtfeministischen Elite kenne ich von meiner Coaching-Tätigkeit her keine Frau, die auf dem Karriereweg eine Quote will. Diese Frauen kennen die Spielregeln und setzen das durch, was sie erreichen wollen. Wir sind ja keine schwache oder vom Aussterben bedrohte und deshalb geschützte Spezies, die eine Quote braucht.


Was verstehen Sie unter einer zeitgemäßen Gleichberechtigung?

Ich unterscheide zwischen Gleichberechtigungs- und Gleichstellungspolitik. Das gleiche Recht hat die Frauenbewegung schon durchgesetzt, in allen Bereichen.


Aber doch nur theoretisch?

Recht ist immer theoretisch. Frauen mit Kindern haben das Recht, zu arbeiten, müssen aber nicht. Sie sollen vielmehr entscheiden können, ob sie das wollen. Das ist durch die Propaganda in Richtung Gleichstellungszwang in unseren Köpfen falsch verankert. Jetzt, durch die ökonomische Situation der Familien, wandelt es sich in einen Zwang um und wird mit einem ideologischen Überbau versehen – und das schadet den Frauen. Aber auch den Männern und der ganzen Gesellschaft.


Deshalb also ihre Aussage, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft bedroht ist, weil ein Familienleben nicht mehr Platz hat. Gibt es diesbezüglich für Sie keine Lösung?

Die Frauen auf dem Weg nach oben müssen sehr oft auf Familienleben verzichten, denn Teilzeit-Topkarrieren lassen sich nicht durchführen. Sie müssen für die Topkarrieren denselben Preis zahlen, den die Männer immer schon zahlen mussten, nämlich dass sie ihre Kinder wenig sehen. Das betrifft natürlich nur einen ganz kleinen Teil der Gesellschaft – nicht mittlere Führungskräfte, wo Teilzeit in einem gewissen Rahmen durchaus möglich ist.


Geht es aber nicht vielmehr darum, dass die Aufgaben anders aufgeteilt gehören? In den skandinavischen Ländern nehmen sich Väter und Mütter abwechselnd Zeit für die Kinder und arbeiten beispielsweise 80-Prozent-Teilzeit. Kann das nicht funktionieren?

Durchaus, wenn wir über den Großteil der Eltern sprechen und die Top-karrieren ausklammern. Das skandinavische Modell sieht vor, dass beide Elternteile über mehrere Jahre Teilzeit arbeiten. Wenn die Kinder klein sind, sogar weniger als 80 Prozent. Das Modell sieht aber auch vor, dass man von den Teilzeitgehältern leben kann. Bei uns hat die Frauenbewegung von den Unternehmen jahrelang genügend Teilzeitangebote gefordert. Inzwischen ist der Halbtagsjob in Verruf geraten, und nun heißt es in den Kampagnen: ‚Geht nicht in die Teilzeit-Falle, sonst ist euer Berufsleben im Eimer!’ Ich finde es eine Katastrophe, wenn Kinder so früh in die Kitas müssen. Das norwegische Modell ist eine wunderbare Lösung, aber man muss davon leben können.


Worum geht es Ihnen letztendlich?

Wir kämpfen an der falschen Front, weil die soziale Frage bewusst durch die Geschlechterfrage verdrängt wird. Denn das eigentliche Problem ist, dass eine Familie mit einem einzigen Gehalt nicht mehr gut leben kann. Das könnten natürlich genauso zwei halbe Gehälter sein oder etwas mehr – wie die Erwerbstätigkeit verteilt ist, sollte jeder selbst entscheiden können. Aber es kann doch nicht sein, dass heute Frau und Mann 100 Prozent arbeiten müssen, während ihre Kinder nur noch in Institutionen erzogen werden und Alte im Altersheim leben!

Wollen wir wirklich die durch die Frauenbewegung gewonnene Freiheit in einen Gleichstellungszwang gleiten lassen? Dagegen sollten sich Männer wie Frauen zusammentun, um für die richtigen Dinge zu kämpfen und sich nicht in Scheingefechte verwickeln zu lassen.


Ihr Buch hat für viel Entrüstung gesorgt. Man sagt Ihnen nach, dass das Programm war. Immerhin haben Sie Erfahrung mit Strategien zum Erhalt von Macht …

Ich habe diese Unterstellung erwartet, aber vermutet, dass es ganz anders kommen würde. Deshalb habe ich das Buch auch erst nach meinem 60sten Geburtstag geschrieben, weil ich sowieso mein Arbeitspensum reduzieren wollte. Es sind effektiv Aufträge weggefallen, und auch das Buch wurde nach den ersten Aufregungen totgeschwiegen. Aber es war mir ein persönliches Anliegen, es zu schreiben, weil Kritik am Feminismus heute kaum noch öffentlich geäußert wird.

Schlagwörter: 46-13freenomedia

Info

Christine Bauer-Jelinek hat auf Einladung von „Frau in der Wirtschaft Tirol“ und Casino Innsbruck am 28. November bei einem Ladys-After-Work ihren Standpunkt erklärt. Die Leiterin des Instituts für Macht-Kompetenz in Wien und Vorstandsmitglied im Club of Vienna hat sich jahrelang für die Frauenbewegung eingesetzt, deren Anliegen sie auch als Mitglied in unterschiedlichen Frauennetzwerken unterstützt. Nun übt die Wienerin Kritik an der heute üblichen Bevorzugung der Frauen und sagt, dass der aktuelle Feminismus ein Rückschritt sei. Ein Mann dürfte Bauer-Jelineks Standpunkt wohl kaum vertreten, das wäre „politisch unkorrekt“. Die 61-Jährige hat selbst zwei Söhne großgezogen – sie war damals als Lehrperson tätig. Später machte sie die Ausbildung zur Psychotherapeutin und Wirtschaftscoach und berät immer noch Führungskräfte auf ihrem Weg nach oben.

Ausgabe 46-13, Seite 7

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