Bozen – Bis zu 20 Prozent geringere Baukosten, fünf bis 15 Prozent weniger Instandhaltungskosten und 30 Prozent Energieeinsparung: Das sind die Erwartungen, die das LAnd an die Verwaltung von Bauwerken mit 3D-Modellen (Building Information Modeling) knüpft. Das Land Südtirol setzt zunehmend auf diese Technologie und steht vor dem Erwerb einer Plattform, die allen öffentlichen Bauträgern Südtirols als gemeinsame Basis für die Anwendung der Technologie dienen wird, teilt es in einer Aussendung mit.
Bei der BIM-Methodik handelt es sich um die derzeit innovativste Art, Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse von Bauwerken abzuwickeln. Statt, wie derzeit noch häufig üblich, auf Papier oder CAD-Systeme zurückzugreifen, fertigen Architekten und Ingenieurinnen ein 3D-Modell eines Bauwerks an, dessen Dateninhalt über alle Lebenszyklen des Gebäudes hinweg kontinuierlich aktualisiert wird.
Wie Josef T. Hofer, Verantwortlicher für den digitalen Wandel im Land und Direktor der Abteilung Informatik, wissen lässt, soll ein Kompetenzzentrum aufgebaut werden. Dieses soll auf Landesebene Standards in Sachen BIM, Facility Management (FM) und BMS (Building Management Systems) vorgeben.
Bald soll Ausschreibung gemacht werden
Das Land arbeitet derzeit an der Ausschreibung für den Ankauf einer BIM-Plattform. Eine solche sei für die gemeinschaftliche Nutzung des BIM notwendig. Bewusst habe man sich dafür entschieden, die Ausschreibung für 13 Trägerorganisationen, darunter Gemeindenverband, Südtiroler Transportstrukturen AG, Wohnbauinstitut (WOBI) oder Universität Bozen, abzuwickeln, heißt es vonseiten des Landes. Dadurch sei garantiert, dass die größten Bauträger dieselbe Plattform verwenden und Fachleute der Baubranche ebenfalls nur eine Plattform zu bedienen haben, wenn sie mit der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Mit einem Ausschreibungsergebnis ist im Sommer zu rechnen, sodass die neue Plattform mit 2027 in Betrieb gehen könnte.

















