Bozen – Wie gelingt Innovation? Was bremst sie? Und was gilt es, in Zeiten von KI zu beachten? Über diese und weitere Fragen diskutierten vergangene Woche 150 Führungskräfte, Innovationstreibende und Forschende am NOI Techpark in Bozen im Rahmen des Events „Alpha Innovation Live“. Fünf Erkenntnisse des Events:
- KI-getriebene Innovation: „Der Einsatz von KI in Unternehmen hilft zwar dabei, mehr innovative Ideen zu generieren, dies führt jedoch noch nicht dazu, dass auch die Produktivität und die Innovationskraft im Allgemeinen steigen“, sagte Kurt Matzler, Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck.
- KI und ihre Paradoxien: Laut Matzler würden mehrere Paradoxien gleichzeitig Vor- und Nachteile und somit Widersprüche von künstlicher Intelligenz offenlegen. Zum Beispiel das „Beschleunigungsparadox“, wonach KI die Arbeit schneller und billiger mache, aber dadurch Zeit für das Entdecken radikaler Innovation bremse. Oder das Kompetenz-Paradox, wonach die Produktivität steige, aber KI wichtige Fähigkeiten der Menschen schwäche.
- Es braucht Misserfolge: Misserfolge sind wichtig für das Gelingen von Innovation, lautete eine der Botschaften von Susann Fiedler, Professorin für Wirtschaft und Psychologie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Unternehmen sollten diese nicht fürchten, weil Fehler immer auch wertvolle neue Ideen hervorbringen würden.
- Sich neu erfinden, ohne die eigene Identität aufzugeben? Das geht, sagt Davide Campari, Managing Director von Fujifilm Healthcare Italia, wenn Unternehmen sich nicht darauf beschränken, das Kerngeschäft immer weiter zu optimieren. Wichtig sei vielmehr, die eigenen Stärken zu erkennen und diese an neue Marktanforderungen anzupassen.
- Projekte abseits etablierter Märkte: Mittels Start-ups, Spin-offs und Netzwerken können Unternehmen Projekte und Innovation abseits etablierter Märkte und Geschäftsfelder vorantreiben. Darüber sprach Harald Oberrauch, Präsident der Technicon AG, zu der u. a. die Durst Group gehört.


















