Civezzano (TN)/Tramin – In Civezzano, etwa zehn Kilometer von Trient entfernt, wurde gestern die Sektkellerei Moncalisse eröffnet. Diese hat Südtiroler Wurzeln: Sie wird von den Schwestern Karoline und Julia Walch geführt. Seit 2015 stehen sie auch an der Spitze des Traminer Weingutes Elena Walch. Im SWZ-Podcast sagte Karoline Walch: „Wir sind direkt im Weingut aufgewachsen. Mein Schlafzimmer befand sich über dem Barriquekeller. Wir haben die Arbeit unserer Eltern tagtäglich miterlebt.“
Die beiden Schwestern eröffneten die Sektkellerei Moncalisse im Trentino bereits 2016. Nun folgte das dazugehörige Gebäude.
„Mit der Eröffnung der Struktur möchten wir Moncalisse weiteren Auftrieb verleihen – einer jungen Realität, die entschlossen ist, im renommierten Umfeld des Trentodoc Spuren zu hinterlassen“, erklären die Schwestern Julia und Karoline.
Entworfen wurde die Kellerei von David Stuflesser und Nadia Moroder. Die Struktur erhebe sich in Weiß zwischen den Weinbergen und nimmt die geschwungenen Linien der Landschaft auf, heißt es in einer Aussendung.

Besondere Aufmerksamkeit sei der Wahl der Materialien und Farben gewidmet worden. Die Oberflächen aus rotbraunem Beton mit Einsätzen aus gestocktem Porphyr verweise direkt auf den Boden; die äußere Hülle mit ihrem groben weißen Putz soll an die „weißen Perlen“, der Schaumweinbläschen, denken lassen.
Die Entscheidung, den Großteil des Bauvolumens im Untergrund zu platzieren, ermögliche es, die natürliche Temperatur des Bodens von etwa 13 Grad Celsius zu nutzen und so die konstanten thermischen Bedingungen zu gewährleisten, die für die langen Reifezeiten der Metodo-Classico-Weine erforderlich sind. Auch für die Traubenverarbeitung wird die Schwerkraft genutzt. Dabei werde das Ausgangsmaterial mit äußerster Schonung behandelt, lässt die Familie Walch wissen.

















