Laut Investmentmanagern und Ökonominnen haben internationale Anleger:innen Milliardenbeträge aus den USA abgezogen und ihr Kapital nach Europa verlagert. Hauptursache für diese Kapitalflucht aus den Vereinigten Staaten seien Trumps Zolldrohungen und seine unberechenbaren politischen Kurswechsel. Infolgedessen haben sich die globalen Kapitalströme – zumindest vorübergehend – umgekehrt. In den vergangenen Jahren waren große Geldsummen in die USA geflossen.
Die Hauptprofiteure in Europa sind die Börsen in Deutschland, Spanien und Italien, die allesamt zweistellige Kurszuwächse verzeichnen. Trotz jüngster Rückschläge ist der DAX seit Jahresbeginn um rund 17 Prozent gestiegen. Die US-Börsen dagegen konnten nur geringe Gewinne verbuchen oder stagnierten weitgehend.
Anlegergelder fließen zurück nach Europa
„Zahlreiche Indikatoren zeigen eine deutliche Bewegung von Investorenkapital aus den USA nach Europa – aber auch in andere Regionen wie Japan“, erklärt Ludovic Subran, Chief Investment Officer beim Münchener Versicherungskonzern Allianz, der mit einem verwalteten Vermögen von knapp 2,5 Billionen Euro zu den größten Finanzakteuren weltweit zählt.
Lange Zeit floss globales Kapital bevorzugt in den US-Finanzmarkt. „Das hat sich nun geändert“, sagt Vincenzo Vedda, Global Chief Investment Officer bei DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank. „Wo Fondsmanager Ende 2024 noch stark auf die USA gesetzt hatten, sehen wir jetzt eine deutliche Untergewichtung.“















