Köln – Mal angenommen, all das, was die Bauern in der EU in einem Jahr produzieren, wäre ein riesiger Sack Kartoffeln. Dann wäre dieser Kartoffelsack im Jahr 2023 rund 222,6 Milliarden Euro wert gewesen. So hoch war die Bruttowertschöpfung der EU-Landwirtschaft, also der Wert der produzierten Kartoffeln zuzüglich aller Subventionen und abzüglich der Verbrauchssteuern sowie aller Vorleistungen – das sind in diesem Beispiel unter anderem die Kosten für Knollen, Dünger, Pestizide oder Pachten.
Dabei ist, wie der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) berichtet, der Beitrag der einzelnen Mitgliedsstaaten zur gesamten landwirtschaftlichen Produktion in der EU ist recht unterschiedlich. Den größten Beitrag zur landwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in der EU leistete Frankreich mit 17,6 Prozent, darauf folgte Italien mit 17,2 Prozent und Spaniern mit 14,8 Prozent. Höhere Werte erreichten nur Spanien, Italien und Frankreich. Die kleinsten Agrarbeiträge kamen aus Malta, Luxemburg und Estland. Die Daten, auf die sich das iwd bezieht, stammen von Eurostat, dem Statistische Amt der Europäischen Union.
Nur 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU
Im Vergleich zur Wertschöpfung der EU-Staaten insgesamt ist der Beitrag der Landwirtschaft überschaubar: „Im Jahr 2022 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – steuerten die Bauern und Agrarbetriebe in der EU mit 220,7 Milliarden Euro nur 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der gesamten EU bei“, so das iwd.
Setzt man das Bruttoinlandsprodukt eines einzelnen Landes ins Verhältnis zur Wertschöpfung, die die jeweilige Landwirtschaft beisteuert, ist der Agrarsektor mit 3,5 Prozent in Rumänien am größten. Auf Rumänien folgen Bulgarien mit 3,4 Prozent sowie Griechenland, wo die Landwirtschaft 3,1 Prozent zum Landes-BIP beiträgt.
















