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Es schellt der kleine Störenfried

„Entschuldige einen Augenblick!“ Klingelt das Handy, unterbrechen wir dafür ein persönliches Gespräch. Aber wir unterbrechen kein Telefonat für ein persönliches Gespräch. Das bringt mich auf eine Idee.

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
29. Mai 2015
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 mins read

Wir leben im Zeitalter der Kommunikation. Daran lässt sich nicht rütteln, und insgesamt traue ich mich zu behaupten, dass die Vorzüge dieses Kommunikationszeitalters die Nachteile bei Weitem überwiegen. Nur manchmal fällt mir auf, wie uns die Technologie gefährlich vereinnahmt, ohne dass wir es merken. Ein Beispiel: Da sind zwei Arbeitskollegen in ein Gespräch vertieft, als ein Mobiltelefon klingelt. Der Telefonbesitzer identifiziert das Klingeln sofort als das seine, klinkt sich unverzüglich aus dem Gespräch aus, eilt mit einem „Entschuldige einen Augenblick!“ oder einem lapidaren „Moment!“ an seinen Schreibtisch, wo das Handy liegt, und nimmt den Anruf entgegen. Das passiert so gut wie in jedem Büro, und jedes Mal, wenn ich eine solche Situation beobachte oder wenn sie mir selbst widerfährt, denke ich: „Würden wir auch ein Telefongespräch unterbrechen, um ein persönliches Gespräch zu beginnen?“ Nein, das tun wir normalerweise nicht! Es wäre ganz und gar undenkbar, jemanden mitten im Telefongespräch zu unterbrechen. Und es wäre undenkbar, dass jemand aufhört zu telefonieren, nur weil ein Kollege an der Bürotür klopft. Wäre ja noch schöner! Telefongespräche sind irgendwie immer wichtiger als persönliche Gespräche. Letztere können warten. Also warten wir geduldig, bis das Telefongespräch zu Ende ist, auch wenn das manchmal lange dauern kann. Aber warum darf ein Handy, was ich nicht darf? Warum darf diese kleine Maschine, was ich großer Mensch nicht darf? Nämlich ein laufendes Gespräch unterbrechen?

Neulich habe ich einen alten Freund wiedergetroffen. Alt nicht im Sinne von betagt, denn er ist noch relativ jung, sondern alt im Sinne von früher. Nun, ich habe mich über das Wiedersehen mit dem früheren Freund gefreut, und während wir angeregt plaudern, klingelt sein Smartphone. Seine Hand wandert automatisch in die Hosentasche und der Blick auf das Display, und während ich merke, dass mein früherer Freund längst nicht mehr registriert, was ich erzähle, nimmt er auch schon den Anruf mit einem entschuldigenden „Da muss ich ran“ entgegen. Eine Minute vergeht, die zweite auch, und während mein Freund am Smartphone hängt, stehe ich daneben wie bestellt und nicht abgeholt. Nach der dritten Minute, die ich geduldig ausgeharrt habe, streckt mir mein früherer Freund doch tatsächlich seine Hand zum Gruß entgegen und eröffnet mir: „Wir sehen uns ein anderes Mal. Ich muss los.“ Das war’s dann.

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Nun, ich weiß nicht, wie dieser Freund aus der Wäsche geschaut hätte, wenn ich sein Telefongespräch ebenso abrupt unterbrochen hätte wie sein Smartphone das unsere. Wenn ich ihm das Telefon aus der Hand gerissen hätte und das Gespräch mit einem kurzen Tippen auf den Touch-Bildschirm beendet hätte. So etwas Ähnliches hatte nämlich das Smartphone getan – oder besser gesagt, sein Besitzer.

Solche Situationen passieren täglich tausendfach. Wir lassen unsere Handys tun, was wir von unseren Freunden und Arbeitskollegen nie akzeptieren würden – und von unseren Kindern schon gar nicht. Wir lehren sie schon im Kleinkindalter, dass es ungebildet ist, die Erwachsenen beim Gespräch zu unterbrechen. Wenn sie es dann doch tun (und sie tun es!), dann kassieren sie einen Rüffel. Vermutlich fragt sich so manches Kind, warum es nicht darf, was ein Handy darf. Kinder sind schlauer, als wir oft meinen.

Früher, als die eingehenden Anrufe noch anonym waren und die Mobiltelefone noch nicht die Nummer, den Namen und das Foto des Anrufers ausspuckten, konnte ich die Vorzugsschiene für das Handy noch verstehen. Es hätte ja wirklich ein wichtiger Anruf sein können. Heute lässt sich ein Anrufer bequem später zurückrufen. Ich kann die Vorzugsspur für das Telefon auch noch bei der Arbeit am Festnetz verstehen. Aber beim Handy? Da habe ich meine Probleme damit.

Deswegen habe ich einen kleinen, gemeinen Trick für alle, die nicht mehr von Handys unterbrochen werden wollen: Rufen Sie ihre Arbeitskollegen und Freunde an, anstatt sie zu treffen! Erstens ist so gut wie sicher, dass Ihr Anruf entgegengenommen wird, und zweitens kann das Handy Ihr Gespräch dann nicht mehr unterbrechen. Raffiniert, oder?

Zum Abschluss noch etwas: Ist Ihnen aufgefallen, dass bei wirklich wichtigen Persönlichkeiten niemals das Handy ein persönliches Gespräch unterbricht? Ich gehe davon aus, dass das Smartphone des Landeshauptmanns oft klingelt. Oder jenes der Landesräte. Oder jenes von Unternehmern und Managern. Trotzdem müssen die meisten dieser wichtigen Leute das Handy viel seltener aus der Hosentasche kramen als weniger wichtige. Sie lassen das Handy durchklingeln bzw. durchvibrieren und rufen später zurück, wenn es notwendig ist. Ab sofort will ich auch wichtig sein! Ich lasse den kleinen Störenfried kein persönliches Gespräch mehr unterbrechen – oder zumindest fast keines. Ich freue mich schon auf die ungläubigen Reaktionen meiner Gesprächspartner: „Hörst du nicht, dein Handy klingelt.“ Doch, ich höre. Na und?

Schlagwörter: 21-15freenomedia

Ausgabe 21-15, Seite 7

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

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