Bozen – Angelika Wiedmer Perkmann rückt als erste Frau in die operative Führungsspitze des Handwerkerverbandes lvh auf: Der Rat des Südtiroler Handwerks hat Wiedmer Perkmann am Donnerstag in das Präsidium gewählt. Sie folgt auf Giorgio Bergamo, der aus privaten Gründen vom Amt zurückgetreten ist.
Gemeinsam mit Präsident Martin Haller und Vizepräsident Hannes Mussak wird Wiedmer Perkmann als Vizepräsidentin die Geschicke des Verbandes bis zum Ende der laufenden Amtsperiode im Jahr 2029 mittragen.
Der lvh bezeichnet die Entscheidung als Schritt mit Signalwirkung. Für das Südtiroler Handwerk markiere sie zugleich eine Entwicklung, die in vielen Betrieben längst Realität ist.
Jahrelange Erfahrung, auch politische
Angelika Wiedmer Perkmann ist seit Jahren im lvh aktiv. Im Betrieb ihres Mannes erlebe sie die betrieblichen Herausforderungen aus erster Hand mit, heißt es vom lvh: „Damit steht sie für einen Funktionärstyp, der Verbandspolitik nicht abstrakt denkt, sondern aus dem wirtschaftlichen Alltag heraus versteht.“
2023 wurde Wiedmer Perkmann zur Präsidentin der Garantiegenossenschaft Garfidi ernannt. In dieser Funktion setzt sie sich für die Weiterentwicklung der Genossenschaft und für Dienstleistungen ein, die den Bedürfnissen der kleinen und mittleren Unternehmen entsprechen.
Auch politisch war Wiedmer Perkmann aktiv: Von 2010 bis 2020 war sie Bürgermeisterin der Gemeinde Mölten. 2018 verpasste sie auf der SVP-Liste den Einzug in den Landtag. Zu dieser Zeit war sie Vizeobfrau der SVP auf Landesebene.
Sie sagt zu ihrer neuen Rolle im lvh: „Wer einen Betrieb führt oder Verantwortung in einem Betrieb trägt, weiß: Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und es gibt selten einfache Antworten. Es geht darum, zuzuhören, abzuwägen und dann gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. Genau das braucht auch ein Verband.“

















