Bozen – Im Jahr 2019 gab es erstmals ein Spin-off-Unternehmen der Universität Bozen: In einer Forschungsgruppe, koordiniert von Professor Diego Calvanese, wurde damals eine Technologie für das Datenmanagement entwickelt, indem Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden. Aufgrund verschiedener Interessensbekundungen europäischer Industrieunternehmen an der Technologie wurde beschlossen, ein eigenes Start-up namens Ontopic zu gründen (die SWZ hatte damals ausführlich berichtet).
Der wirtschaftliche Erfolg blieb bislang überschaubar: Ein Umsatz von 333.000 Euro im Jahr 2021 war bisher das Maximum, 2024 waren es nur 166.000 Euro. In Zeiten von KI sieht Ontopic aber eine Zukunftsperspektive. Und offenbar sieht diese auch das britische Unternehmen „Digital Science“. Es hat Ontopic nämlich übernommen und will die Technologie in die eigenen Produkte integrieren.
Von Ontopic rund um CEO Peter Hopfgartner heißt es: „Mit Digital Science haben wir ein Unternehmen gefunden, das unsere Werte teilt und mit dem wir beweisen können, dass vor allem in Zeiten der KI, Unternehmen, die in zukunftsfähige Datenhaltung und -integration investieren, im Vorteil sind.“
Ontopic werde auch nach der Übernahme durch Digital Science als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Bozen weiterbestehen. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt.
Auch unibz-Rektor Alex Weissensteiner meldet sich zur Übernahme zu Wort: „Wir haben immer an Ontopic geglaubt und sein starkes Potenzial erkannt. Nun bestätigt die Übernahme durch ein globales Wissens- und Technologieunternehmen die Richtigkeit dieser Vision. Besonders bedeutend ist die Tatsache, dass Ontopic seinen Hauptsitz in Bozen behält und hier seinen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt im Bereich ‚Virtual Knowledge Graphs‘ beibehält.“

















