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Ende der goldenen Ära

Die Freiberufler sind eine gesellschaftlich hoch angesehene Berufsgruppe mit interessanten Tätigkeitsfeldern. Aber jetzt stehen sie unter zunehmendem Druck. Die Wirtschaftskrise und die Abschaffung der Tarife hat sie einem harten Wettbewerb ausgesetzt.

Robert Weißensteiner von Robert Weißensteiner
28. Juni 2013
in Südtirol
Lesezeit: 6 mins read

Bozen – In Südtirol gibt es mehrere tausend Freiberufler, die in der Regel in eigenen Berufskammern organisiert sind. Sie erbringen wichtige Leistungen und sind darüber hinaus mit ihren Studios, Praxen und Kanzleien bedeutende Arbeitgeber. In einer wachsenden Volkswirtschaft mit steigender Nachfrage konnten sie zufriedenstellende bis gute Einkommen erwirtschaften. Aber in den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen allmählich geändert. Heute steht einer stark gewachsenen Anzahl von Anbietern eine höchstens stabile, teilweise aber deutlich schrumpfende Nachfrage gegenüber. Dies sowie die Abschaffung der Tarifordnungen setzt viele einem starken Preisdruck aus. Die SWZ hat sich bei einigen großen Kammern umgehört.

Arbeitsrechtsberater – Die Freiberuflergruppe, die vielleicht am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen ist und die teilweise in der aktuellen Krise zusätzliche Aufträge erhält, sind die Arbeitsrechtsberater. 112 Eingeschriebene zählt die Berufskammer in Südtirol derzeit. Präsident Loris De Bernardo stellt fest: „Im Gegensatz zu manch anderer Kategorie ist unser Arbeitsvolumen nicht zurückgegangen. Zwar fallen manche Kunden weg, weil sie ihre Betriebe schließen, aber viele Unternehmen müssen in der Krise Mitarbeiter in die Lohnausgleichskasse überstellen, in die Mobilitätsliste eintragen lassen oder Solidaritätsverträge zur sozialen Abfederung ausarbeiten. Für all das benötigen viele die Hilfe von Fachleuten. Außerdem hat es zuletzt mehr und mehr Streitfälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegeben, etwas, was früher in Südtirol nahezu unbekannt war.“ De Bernardo weist darauf hin, dass die Vergütungen nicht stark unter Druck gekommen sind und die Umsätze weitgehend gehalten werden konnten, dass aber die Rechnungen im Schnitt immer später gezahlt werden und manche Außenstände wegen Zahlungsunfähigkeit des Kunden nicht mehr eingetrieben werden können.

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Architekten – Am stärksten betroffen von der Krise sind die Architekten, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Dies hat zwei Gründe: Architekten sind auf Gedeih und Verderb an die Bauwirtschaft (den Hochbau) gebunden – und diese sieht sich schon seit 2006 mit einer stark sinkenden Nachfrage konfrontiert; dazu kommt, dass über 1.100 Architekten in die Kammer eingeschrieben sind, wovon etwa 700 im Freiberuf tätig sind, mehr, als angesichts der gesunkenen Nachfrage Platz haben. „Manche von uns mussten schon die Zahl der Mitarbeiter reduzieren, andere haben noch recht viel zu tun, aber es bleibt wenig übrig“, sagt Dorothea Aichner, die Präsidentin der Architektenkammer, um auszudrücken, dass die Honorare heute recht knapp sind. Mehr: Aichner spricht davon, dass die Architekten „ausgehungert“ werden und die Preise nach unten „gepresst“ werden – insbesondere von der öffentlichen Hand. „Da entspricht die Bezahlung nicht mehr der Verantwortung, den Leistungen und dem damit verbundenen Aufwand.“ Seit der Abschaffung der Tarife und angesichts der Tatsache, dass die Nachfrage deutlich geschrumpft ist, bieten manche Architekten Preise, die eigentlich Hungerlöhne seien. „Wenn das so weitergeht, wird die Qualität leiden“, prophezeit Aichner und empfindet, dass „das Land mit uns umgeht wie mit Rotzbuben, während private Nachfrager gute Arbeit mehr schätzen.“ Die Präsidentin verweist aber auch darauf, dass die Lage recht unterschiedlich ist und manche seit Jahren etablierten Architekten oder jene, die sich spezialisiert haben und etwa als Klimahausexperten bekannt sind, noch recht gut ausgelastet sind. Die Kammer unterstütze die Architekten dabei, neue Märkte außerhalb Südtirols zu erschließen und sei zusammen mit der BLS bei Messen im Ausland aufgetreten, beispielsweise in München. Auch gelte es, sich stärker an Wettbewerben zu beteiligen, die auf EU-Ebene ausgeschrieben werden.

Ingenieure – Etwas besser als den Architekten geht es den Bauingenieuren, obwohl natürlich auch diese eng mit der Baubranche verflochten sind. Kammerpräsident Guglielmo Concer begründet dies damit, dass das Tätigkeitsgebiet der Ingenieure viel breiter ist und nicht nur die Planung von Hochbauten umfasst. Auch ist es so, dass zwar gut 1.300 Ingenieure in der Kammer eingetragen sind, aber nur gut 300 als Freiberufler tätig sind. Concer unterscheidet zwischen zwei Sektoren. Im privaten Sektor sei die Tätigkeit stark zurückgegangen – im Gewerbebau und im Wohnbau. „Sicher, es gibt weiterhin Neubauten und es wird saniert, aber das macht keine Masse mehr, denn viele Unternehmer und Bauträger halten sich derzeit zurück und warten erst einmal ab, denn die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen ist deutlich zurückgegangen und es gibt viele bereits längst fertiggestellte Wohnungen und Büros, die nicht verkauft werden konnten.“ Im öffentlichen Sektor sei es so, dass die Landesverwaltung derzeit umfangreiche laufende öffentliche Arbeiten finanziere, wenig Geld für neue Initiativen habe und die freien Mittel stark auf die Bereiche Soziales und Gesundheit konzentriere. Aber etwas gebe es immer zu planen, eine Wasserleitung hier, eine Kanalisierung dort. „Die Krise“, davon ist Concer überzeugt, „wird länger dauern, denn in den Jahren bis etwa 2006 ist einfach viel gebaut worden, und derartige Volumina werden wir wohl nicht mehr erreichen.“ Die Preise seien nach der Abschaffung der Tarife „skandalös tief“, und das gehe insbesondere auf Kosten der jungen Ingenieure, die für ihre Arbeit wenig Geld bekommen.

Geometer – Die dritte große Gruppe im Bausektor sind die Geometer. Der Präsident des Kollegiums, Gert Fischnaller, ist derzeit im Urlaub, deshalb haben wir seinen Stellvertreter Renzo Andreasi ersucht, die Lage zu schildern. Etwa 700 Geometer scheinen im Berufsverzeichnis auf, und während sich die Architekten vor allem in den Städten niedergelassen haben, sitzen zwei Drittel der Geometer draußen in den Dörfern, „wo es recht viel zu tun gibt“, wie Andreasi befindet. Sie dürfen Gebäude von geringerem Ausmaß projektieren, sie vermessen, machen Teilungspläne, Katastereintragungen, Schätzungen. Allein die Pflicht, alle landwirtschaftlichen Gebäude einzutragen, hat den Geometern zuletzt viele Aufträge eingebracht. Und in den Städten? „Dort müssen sich die Geometer auf bestimmte Aufgaben spezialisieren“, sagt Andreasi. Auch er klagt über die sinkenden Preise. Es gebe Kollegen, die Tiefstpreise bieten, seit die Tarife abgeschafft wurden. Insgesamt zeichnet Andreasi aber ein recht positives Bild: „Wir haben uns dem Markt angepasst, manche arbeiten etwas billiger, aber insgesamt sind die Preise angemessen. Unsere Kunden haben Vertrauen zu uns und unseren Leistungen und sie sind bereit, dafür ausreichende Preise zu zahlen. Wer gut ist, dem geht es auch gut.“ Sorgen machen ihm neue Kosten, welche Geometer ab 13. August zu tragen haben. Ab diesem Datum müssen sie obligatorisch Fortbildungskurse besuchen, und es besteht die Pflicht zu einer Versicherung gegen Berufsrisiken zum Schutz Dritter.

Rechtsanwälte – Und wie steht es um die „Advokaten“? Werden in der Krise die Gerichte seltener bemüht? „Streitfälle gibt es immer, denn es gibt Verkehrsunfälle, Ehescheidungen oder Erbschaftsprobleme, und Unternehmen müssen rechtliche Fragen klären. Da fällt es nicht unbedingt stark ins Gewicht, dass öfter versucht wird, Streitfälle außergerichtlich beizulegen. Nein: Das Arbeitspensum hat kaum abgenommen, was abgenommen hat, ist die Zahlungsmoral“, sagt Andrea Pallaver, der Präsident der Rechtsanwaltskammer, in der an die 850 Juristen eingetragen sind. „Das sind sehr viele, der Markt ist mehr als gesättigt“, sagt Pallaver und verweist darauf, dass es in Nordtirol nur etwa 600 Anwälte gibt, bei etwa 20 Prozent mehr Einwohnern. Als problematisch bezeichnet es Pallaver, dass sich die Kosten für den Zugang zur Justiz in den letzten Jahren vervierfacht haben, „aber nicht, weil unsere Honorare so stark gestiegen sind, sondern weil die Gerichtsspesen stark erhöht wurden.“ Die sogenannten Einheitsbeiträge, die „contributi unificati“, schlagen stark zu Buch. „Der Staat hat die Kosten zur Führung eines Prozesses auf die Bürger abgewälzt, auf die in einem Prozess unterlegene Partei, aber auch auf die Gewinner. Denn in den Urteilen wird vielfach festgesetzt, dass der Verlierer zwar die Kosten zu tragen hat, auch die Anwaltskosten des Gewinners, aber die festgesetzten Beträge liegen vielfach deutlich unter den vereinbarten Honoraren.“

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater – Zu einer Berufsgruppe, die weniger Sorgen hat als andere Freiberufler, auf deren Dienste im Notfall verzichtet werden kann, gehören die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, von denen es zusammen mit den „Ragionieri“ etwa 600 gibt: Einen Steuerberater, so könnte man sagen, braucht es immer und jedenfalls. Kammerpräsident Richard Burchia erklärt, dass die Situation der Kammermitglieder recht unterschiedlich ist. „Kollegen, die kleine Strukturen haben und Kleinbetriebe betreuen, leiden, denn diese Kunden müssen teilweise sparen, sie zahlen spät, und manche von ihnen fallen weg, weil sie schließen oder billigere Anbieter suchen. Wer über größere Strukturen verfügt, sich spezialisiert hat und deshalb größere Unternehmen betreut, dem geht es noch recht gut.“ Allerdings betont auch Burchia, dass die Zeiten härter geworden sind und die Honorare unter Druck stehen. „Wir sind Dienstleister, die jede Kostenstelle rechtfertigen müssen, die nicht billig sein müssen, wohl aber preiswert.“ Die Branche müsse zum Teil recht komplexe Aufgaben bewältigen, wobei sich die Folgen von nicht fachgerechten Entscheidungen oft erst nach Jahren zeigen, zum Teil aber viele wirklich sinnlose Dinge tun, die der Gesetzgeber vorschreibt, die nicht wirklich etwas bewirken, aber Kosten verursachen. Burchia verweist darauf, dass es allgemein mehr Wettbewerb gibt und in diesem nur besteht, wer Kundenwünsche erfüllt.

Das Fazit ist immer dasselbe: Der Markt ist gesättigt, der Wettbewerb ist härter geworden, die Preise stehen unter Druck. Die goldenen Zeiten sind Vergangenheit.

Schlagwörter: 26-13freenomedia

Ausgabe 26-13, Seite 3

Robert Weißensteiner

Robert Weißensteiner

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