Empfehlenswert von Horst Fritz
Eines vorweg: Ich habe das Buch „Unter Heiden“ von einem Freund geschenkt bekommen. Die vielen Dialoge und Diskussionen mögen wohl einen Beitrag dazu geleistet haben, dass er mir als Agnostiker dieses Buch nahegelegt hat. Erst ungläubig und dann staunend habe ich dieses moderne Glaubensbekenntnis verfolgt. Haberl erzählt von seinen Zweifeln und Wegen zu Gott. Auch Florian Illies resümiert, dass man nach dem Lesen ganz anders in den Himmel schaut.
Tobias Haberl ist katholisch. In seiner Kindheit war das eine Selbstverständlichkeit. Heute muss man sich oft dafür rechtfertigen. Wie kann man im 21. Jahrhundert an Gott glauben? Und wie kann man immer noch in der Kirche sein – nach allem, was ans Licht gekommen ist?
Sein Weg ist wohl nicht der meine, trotzdem hat es das Buch geschafft, meine Überzeugung zu hinterfragen. In Zeiten der globalen Veränderungen und Herausforderungen, der zunehmenden Zweifel und Unsicherheiten, wünschen sich viele Menschen Sicherheit. Vielen von uns ist der Glaube Halt und Zuversicht. Wie sagte der französische Philosoph Blaise Pascal? Man muss nicht an Gott glauben, aber man sollte so leben, als ob es ihn gäbe.
Horst Fritz führte jahrzehntelang eine Druckerei, ist ehrenamtlich im lvh und heute als Freiberufler tätig.
Tobias Haberl
Unter Heiden
btb, 2024
288 Seiten, ca. 22 Euro
ISBN 978-3-442-76287-3



















