Mehr als 7.000 Menschen versuchen jedes Jahr, den Gipfel des Großglockners zu besteigen. Mit seinen 3.798 Metern gilt er als Österreichs höchster Berg. Wie gefährlich die Bergtour ist, zeigt ein Fall, der weit über Österreichs Landesgrenzen hinaus für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat.
In der Nacht auf den 19. Januar 2025 starb Kerstin G. auf dem Großglockner – sie erfror rund 50 Meter unterhalb des Gipfels. Sie war auf einer Tour mit ihrem Partner Thomas P. Dieser hatte sie zurückgelassen und schaffte es allein zurück ins Tal.
Thomas P. musste sich im Februar 2026 wegen grob fahrlässiger Tötung vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, mehrere Fehler bei der Tour gemacht zu haben. Er bekannte sich nicht schuldig.
In der dreiteiligen Mini-Serie „Tod am Großglockner“ des Podcasts „Inside Austria“ rekonstruieren zwei Redakteurinnen des „Standard“ und des „Spiegel“ gemeinsam mit einigen weiteren Kollegen den Fall. Dabei stehen nicht Schuld oder Unschuld im Zentrum, sondern die Frage, wie Entscheidungen, Erfahrung und Risiko am Berg zusammenwirken. Wie sieht Verantwortung am Berg aus? Und wie wird eine Tour ins schöne Gebirge zu einer lebensgefährlichen Situation, aus der es kein Zurück mehr gibt?
Inside Austria
Tod am Großglockner
Der Spiegel, der Standard
Drei Episoden
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