Bozen – Nach den umfangreichen rückwirkenden Inflationsanpassungen der vergangenen Jahre gibt es nun eine weitere positive Nachricht für die öffentlich Bediensteten: Das Land und die Gewerkschaften haben sich am Donnerstag auf einen Inflationsmechanismus geeinigt. Demnach werden die Gehälter künftig jährlich an die Inflation angepasst.
Konkret sieht die Einigung vor, ab 2027 jährlich zu Jahresbeginn eine Gehaltsanpassung vorzunehmen, die anhand der programmierten Inflation berechnet wird. Grundlage ist der sogenannte programmierte IPCA-Wert, also die offizielle Inflationsprognose. Die Detailregelung wird bei weiteren Treffen zwischen Land und Gewerkschaften ausgearbeitet.
„Wir möchten damit einen wesentlichen Schritt zur Abfederung des Kaufkraftverlusts setzen“, sagen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Personallandesrätin Magdalena Amhof. Mit dem begleitenden Inflationsausgleich schaffe man ein System, um die Teuerung frühzeitig, strukturell und zu einem bedeutenden Anteil aufzufangen.
Mit dem vorgeschlagenen Mechanismus lasse man definitiv die Einmalzahlungen hinter sich. Bisher erfolgte die Inflationsanpassung in Südtirols öffentlichem Dienst erst nach Abschluss des vertraglichen Dreijahreszeitraums.
„Damit sind Inflationsanpassungen nicht nur viel früher, sondern auch stets in Form eines dauerhaften Anstiegs des Grundgehalts gewährleistet. Das ist für die Bediensteten ein enormer Mehrwert“, meint Magdalena Amhof.
Für die Ausgleichszahlungen stehen in den kommenden drei Jahren 41, 57 und 82 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung.


















