Sankt Goarshausen (Rheinland-Pfalz) – Die Loreley – kaum ein Ort am Rhein ist so sagenumwoben, so stark mit Mythen und Liedern verbunden wie der 132 Meter hohe Schieferfelsen. Seit Jahrhunderten ranken sich Geschichten um die geheimnisvolle Frauengestalt, die auf dem Felsen gesessen und mit ihrem Gesang Schiffer ins Verderben gelockt haben soll. Heute ist der Felsen UNESCO-Welterbe und einer der meistbesuchten Aussichtspunkte im Oberen Mittelrheintal.
Seit Kurzem ziert ein neues, futuristisches Bauwerk diesen traditionsreichen Ort: die Mythoshalle Loreley, überdacht von einer spektakulären Stahl-Glas-Konstruktion in Form eines Kristalls. Hier können Besucher die Geschichte und den Mythos der Loreley in einer Ausstellung erleben – unter einem Dach, das selbst wie ein „gläserner Fels“ wirkt.
Anspruchsvolles Projekt
Verwirklicht hat das Projekt das Fassadenbauunternehmen Frener & Reifer aus Brixen. Die Realisierung dieses Bauwerks verlangte höchste Präzision, heißt es vonseiten des Unternehmens. „Die komplexe Geometrie der Kristallform machte es unmöglich, mit Standardlösungen zu arbeiten. Alles – von den Stahlträgern bis zur Glasfläche – musste individuell konstruiert, gefertigt und millimetergenau montiert werden“, so Frener & Reifer.
Besonders anspruchsvoll sei die Konstruktion und die Montage der überhängenden Glasflächen gewesen. „Für uns war es eine besondere Aufgabe, an einem so geschichtsträchtigen Ort zu arbeiten“, erklärt Josef Hilpold, technischer Projektleiter bei Frener & Reifer.
Die Dachkonstruktion ist acht Meter hoch, zwölf Meter breit und fast 16 Meter lang und bildet eine facettierte Glaskrone über der Halle. 102 individuell gefertigte Glasscheiben ruhen auf einem 18,5 Tonnen schweren Stahlgerüst mit 59 Knotenpunkten.
Das Unternehmen Frener & Reifer ist bekannt für anspruchsvolle Projekte. Im Januar gab es zum Beispiel bekannt, die aufwändige Fassade des neuen Sportstadions im Olympiapark München realisiert zu haben. Auch am Neubau der Metrostation Saint-Denis – Pleyel im Norden von Paris, einem der herausragenden Projekte rund um die anstehenden Olympischen Sommerspiele, war es beteiligt.


















