Brixen – Es waren die beiden Brüder Julius und Gilbert Durst, die die Firma Durst gründeten – eigentlich schon vor 97 Jahren, im Jahr 1929. Die Brüder reparierten zunächst Fotogeräte. 1936 folgte dann die offizielle Gründung von Durst Phototechnik AG, unter Beteiligung der Bozner Kaufmannsfamilie Oberrauch.
Zunächst noch vorwiegend in der analogen Fototechnik tätig – unter anderem im Bereich Vergrößerungsgeräte und Kameras – , wandte sich das Unternehmen auch immer stärker der digitalen Welt zu. Die Firma entwickelte unter anderem den ersten Laserbelichter Lambda zur Belichtung von Fotopapier mit digitaler Technologie.
1999 wurde ein Zweitwerk Lienz errichtet (Durst Digital Technology), das 2005 ausgebaut worden ist.
Das in Brixen ansässige Unternehmen ist heute weltweit vertreten und hat Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Mexiko, Singapur und den USA. Aus dem einstigen Zwei-Mann-Betrieb ist ein international tätiger Hersteller industrieller Digitaldruck- und additiver Fertigungssysteme geworden.
Nun kommt Kyveris
Das neueste Projekt der Durst Group heißt Kyveris: eine KI-gestützte Intelligenz für die digitale Produktion. „Kyveris transformiert den digitalen Druck und die additive Fertigung, indem Dateien, Maschinen, Software, Daten und KI zu einem autonomen Produktionssystem vereint werden, das kontinuierlich lernt, Leistung optimiert, Ausschuss reduziert und Effizienz im industriellen Maßstab steigert“, lässt das Unternehmen wissen.
Kyveris markiert laut der Gruppe den Schritt von Hardware zur Produktionsintelligenz. „Maschinen, Software, Daten und Prozesse wachsen zu einem intelligenten, kontinuierlich lernenden Produktionssystem zusammen.“ Ziel sei eine Produktion, die nicht nur automatisiert, sondern transparent, reproduzierbar und zunehmend autonom agiere. „Wir denken Produktion nicht mehr als Maschine oder Workflow, sondern als intelligentes, kontinuierlich lernendes System“, so Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group.

















