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Die schlanke Bank 4.0

Digitalisierung, Fusionen, Auflagen bezüglich Kapitalausstattung: Struktureller Wandel und gesetzliche Vorgaben bedingen ein schwieriges Umfeld für Banken. Um Kosten zu sparen, werden vielerorts Mitarbeiter abgebaut und Filialen geschlossen. Auch Südtirol steht ein Wandel bevor.

Simone Treibenreif von Simone Treibenreif
4. Dezember 2015
in Geld
Lesezeit: 5 mins read

Bozen – In Österreich wackelt angeblich jeder dritte Bank-Job, das wären etwa 25.000 Stellen. Die Deutsche Bank wird voraussichtlich 25 Prozent ihrer 12.000 Mitarbeiter im Privatkundengeschäft abbauen. Von der Schweizer Privatbankengruppe EFG International hört man ebenfalls, dass sie weniger rentable Geschäftsstellen schließen und 200 Mitarbeiter entlassen werde. Und UniCredit will in den kommenden Jahren mehr als 10.000 Stellen streichen, 4.000 bis 5.000 davon in Italien. In Deutschland gibt es inzwischen in immer mehr Ortschaften keine fixen Bankschalter mehr, so dass in regelmäßigen Abständen „mobile Filialen“ die Dörfer ansteuern, in denen Bankgeschäfte abgewickelt werden können.

Es sind nur einige Fälle von Personalabbau und Filialschließungen von Banken im deutschsprachigen Raum bzw. im Inland, über die in den vergangenen Wochen berichtet wurde. Der Hauptgrund für diese Schritte ist die zunehmende Digitalisierung, die einen grundlegenden Strukturwandel bei den Banken bedingt: Es wird weniger mit Bargeld bezahlt, Überweisungen werden per Homebanking vorgenommen, Einzahlungen und Abhebungen sind auch an automatisierten Schaltern möglich. Ein weiterer wichtiger Grund sind die zahlreichen Fusionen von Banken in den vergangenen Jahren und die daraus resultierende Schließung von sich überlappenden Geschäftsstellen sowie die Zusammenlegung der Verwaltungen. Dazu kommt, dass das Kreditgeschäft schwächelt, weil zuletzt viel Geld gehortet und wenig investiert und konsumiert wurde. Eine Rolle spielen schließlich auch die zahlreichen Regularien und Meldepflichten und die Anforderungen bezüglich Kapitalausstattung, die bei den Banken auch zu Sparmaßnahmen und Rationalisierungen führen. „Das Umfeld für Banken ist derzeit nicht einfach“, bringt es Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, auf den Punkt.

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In Südtirol wurden bereits in den vergangenen Jahren sowohl Schalterstellen als auch Mitarbeiter abgebaut – wenn auch in einem sehr geringen Ausmaß: So ging die Anzahl der Geschäftsstellen von 416 im Jahr 2008 auf 407 im Jahr 2013 zurück; die Anzahl der Mitarbeiter erreichte 2009 bzw. 2010 mit jeweils rund 4.000 ihren Höhepunkt und ist seitdem rückläufig – 2013 betrug sie 3.779. Die Zahlen sind den „Statistischen Jahrbüchern“ des Landesinstituts für Statistik (Astat) der Jahre 2012 und 2014 entnommen.

2013 (es ist dies der jüngste beim Astat verfügbare Wert) gab es in Südtirol in mehr als 95 Prozent der Gemeinden Schalterstellen, ein Wert, der seit mehr als zehn Jahren stabil ist und der bedeutet, dass es in 111 der 116 Gemeinden in der Provinz zumindest einen Bankschalter gibt. Für ganz Italien liegt dieser Wert bei knapp 72 Prozent, mit einer in den vergangenen Jahren leicht fallenden Tendenz.

Angesichts solcher Zahlen und der aktuellen Entwicklungen außerhalb des Landes stellt sich die Frage, ob auch in Südtirol schon bald ein ähnliches Szenario zu erwarten ist und die Gefahr eines massiven Stellenabbaus und von Filialschließungen besteht. Die „Südtiroler Wirtschaftszeitung“ hat nachgefragt.

„Südtirol wird nicht immer die heile Welt bleiben können. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Entwicklung aus den genannten Gegenden in den kommenden drei Jahren nach Südtirol überschwappen wird. Aber wie es in fünf oder zehn Jahren ausschauen wird, das kann ich nicht sagen“, sagt Raiffeisenverbands-Generaldirektor Gasser.

Johannes Schneebacher, Generaldirektor der Südtiroler Volksbank, geht nicht davon aus, dass die Volksbank bestehende Filialen in Südtirol schließen wird. „Es könnte sogar sein, dass wir weitere Schalter aufmachen“, so Schneebacher. Ob eine Filiale an einem bestimmten Standort tatsächlich nötig sei, müsse jedoch von Fall zu Fall überprüft werden – und gegebenenfalls sei in einem ersten Schritt die Anzahl der Mitarbeiter der jeweiligen Geschäftsstelle den Erfordernissen anzupassen.

Infolge der Fusion mit der Banca Popolare di Marostica allerdings würden sehr wohl Filialen aufgelöst. „Zum Beispiel sind wir dabei, sechs Filialen in der Provinz Treviso zu schließen, um Doppel- oder sogar Dreifachpräsenzen in einem Ort zu vermeiden“, erklärt Schneebacher.

Die Sparkasse hat in den vergangenen Jahren drei ihrer Südtiroler Filialen mit anderen zusammengelegt, zum Beispiel in Bozen die Geschäftsstelle in der Mailandstraße (Ex-Banca Sella) mit jener in der Romstraße; derzeit hat die Bank 73 Geschäftsstellen im Land. Weitere „Zusammenschlüsse aufgrund von Überlappungen“ könnten laut Nicola Calabrò, dem Beauftragten Verwalter und Generaldirektor der Südtiroler Sparkasse, eventuell folgen.

Bei den Südtiroler Raiffeissenkassen hat es seit 1990 bis Ende 2014 acht Fusionen gegeben, sodass aus 55 eigenständigen Raikas nunmehr 47 wurden; die Anzahl der Mitarbeiter (ohne jene des Raiffeisenverbandes und der Landesbank) bewegt sich seit einigen Jahren auf etwa demselben Niveau von ca. 1.850. „Weitere Fusionen könnten kommen, und es könnte auch vorkommen, dass einzelne Geschäftsstellen schließen“, sagt Raiffeisenverbands-Generaldirektor Gasser. Konkrete Pläne hinsichtlich Personalabbau gebe es nicht, allerdings gebe es die Devise, nach Möglichkeit nicht alle durch Pensionierungen oder Kündigungen frei werdende Stellen nachzubesetzen.

Dass wegen der zunehmenden Digitalisierung die Zahl der Volksbank-Mitarbeiter in Südtirol zurückgehen wird, dessen ist sich Volksbank-Generaldirektor Schneebacher sicher. „Wir gehen jedoch davon aus, dass keine Entlassungen nötig werden, sondern dass der Stellenabbau nach und nach durch natürliche Fluktuation, zum Beispiel durch Pensionierungen, erfolgen wird.“

Was die Sparkasse betrifft, so sei, sagt Nicola Calabrò, kein weiterer Personalabbau geplant. Den Ende vergangenen Jahres eingerichteten „Solidaritätsfonds”, mit dem für rund 160 Mitarbeiter die Voraussetzungen für eine vorzeitige Pensionierung geschaffen wurden, hätten bis dato etwa 80 Prozent der betroffenen Mitarbeiter genutzt. „Das Programm läuft noch bis Ende März 2016. Bis dahin werden weitere rund 25 Mitarbeiter in den Vorruhestand treten. Weiters sind im laufenden Jahr über 30 Mitarbeiter in Ruhestand getreten“, führt Calabrò aus und weist zugleich auf die Aufnahme von mehr als 50 neuen Mitarbeitern hin, zum großen Teil Schulabgänger als Banklehrlinge. Infolge dieses Generationenwechsels gäbe es bei den Personalkosten Einsparungen. „Natürlich muss auch die Sparkasse mit großer Achtsamkeit die Kosten unter Kontrolle halten und bereit sein, eventuell weitere Maßnahmen zu ergreifen“, fügt Calabrò an.

Und wie stark ist die Konkurrenz durch Onlinebanken für regional verankerte Banken wie die Volksbank? „In Bezug auf die Durchführung von Transaktionen stehen wir sehr wohl in Konkurrenz mit Onlinebanken, und in diesem Bereich arbeiten wir auch an weiteren Angeboten“, so Schneebacher. Wo regional tätige Banken ihren Onlinependants voraus seien, sei der persönliche Bezug zwischen Kunde und Berater, der nach wie vor für bestimmte Dienstleistungen wichtig sei. „Mittlerweile gibt es ja auch den umgekehrten Trend, dass Onlinebanken erkennen, dass das, was sie bieten, nicht ausreicht, so dass sie zwecks Kundenbindung auch physische Schalter eröffnen“, erklärt Schneebacher.

Sparkassen-Generaldirektor Calabrò ist ähnlicher Meinung. „Onlinebanken sind noch Nischenanbieter und ersetzen nie den persönlichen Kontakt und die individuelle, professionelle Beratung mit maßgeschneiderten Produkten“, sagt er, weist aber zugleich darauf hin, dass die Sparkasse sowohl in Italien (www.dolomitidirekt.it) als auch in Deutschland (www.suedspa.de) auch über eigene Direktbankkanäle verfügt.

Paul Gasser glaubt nicht, dass Onlinebanken traditionelle Banken aus dem Geschäft drängen werden. „Online als alleine stehendes Angebot sehe ich nicht“, sagt er. Für ihn ist „das Thema der Zukunft die Multi- bzw. Omnikanalität“. Das bedeutet: Der Kunde erreicht die Bank auf dem Weg, den er möchte – persönlich, online oder auch telefonisch. Die traditionellen regionalen Banken böten physische Nähe, eine solche Nähe müsse auf die virtuelle Schiene (die weiter ausgebaut werden müsse) ausgedehnt werden. „Und dann müssen wir das Ganze vernetzen“, unterstreicht Gasser.

Und Johannes Schneebacher ist überzeugt davon, dass traditionelle Banken wie die Volksbank ihren Fokus in Zukunft noch stärker auf die Beratung richten müssen. „Die Berater müssen die Aufmerksamkeit gegenüber den Kunden schärfen, sie begleiten und aktiv auf sie zugehen, und zwar mit dem passenden Angebot im jeweiligen Lebensabschnitt.“ Dieses Angebot umfasse von Versicherungen bis hin zu Vorsorgeprodukten alles, was der Mensch so brauche. „Es geht um die Fokussierung auf die Bedürfnisse von Privat- wie Firmenkunden und um die besten Lösungen“, betont Nicola Calabrò.

Noch ist man in den heimischen Geldinstituten offenbar ziemlich optimistisch, die anhaltend schwierige Situation weitgehend ohne Entlassungen und Schalterschließungen meistern zu können. Zugleich sind sich die Verantwortlichen dessen bewusst, dass der Weg kein einfacher wird – und dass es trotz aller Bemühungen dennoch zu Szenarien wie den anfangs genannten Beispielen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus dem Inland kommen kann.

Schlagwörter: 46-15freenomedia

Ausgabe 46-15, Seite 3

Simone Treibenreif

Simone Treibenreif

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