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Die Perspektive geändert

Nach Australien kam die Kastelrutherin Sabrina Riedel 2008 nach beendetem Studium als Urlauberin, weil ihr das Land und die beruflichen Möglichkeiten zusagten, ist sie geblieben. Was sie an Südtirol und was an ihrer jetzigen Heimat Sydney schätzt, verrät Riedel in der SWZ-Serie „Südtiroler im Ausland“.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
3. Juli 2015
in Gesellschaft
Lesezeit: 5 mins read

SWZ: Was hat Sie nach Australien getrieben? Warum sind Sie dort hingezogen?

Sabrina Riedel: Ich bin nach meinem Studium in Mailand nach Australien gekommen. Eigentlich wollte ich nur mal für drei Monate ein anderes Land erleben. Es hat mir dann aber sehr gut gefallen, und da ich mein Studium erst beendet hatte, dachte ich mir, dass ich ja auch hier mein Glück versuchen könnte. Ich habe dann eine Stelle als Grafikerin gefunden und bin seither in Sydney, nunmehr seit sieben Jahren.

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Weshalb und wann haben Sie Südtirol den Rücken gekehrt?

Das erste Mal bin ich gleich nach der Oberschule ins Ausland: Ich bin als Au-pair in die USA gegangen, wo ich dann zwei Jahre geblieben bin. Was mich ins Ausland trieb, waren zu der Zeit die Neugierde auf ein anderes Land, der Drang zum Reisen und Erfahrungen zu sammeln. Nach den zwei Jahren USA bin ich wieder nach Italien zurückgekehrt und habe in Mailand studiert. In dieser Zeit bin ich noch sehr oft nach Südtirol gekommen – an den Wochenenden und in den Ferien. Als ich dann mein Studium beendet hatte, bin ich nach Australien. Ich hatte eigentlich nicht vor, länger als drei Monate zu bleiben, aber ich wusste wohl schon damals, dass ich mein Berufsleben nicht in Südtirol beginnen würde. Ich hatte an der Nuova Accademia di Belle Arti Graphic Design and Art Direction studiert und wollte in der Werbebranche arbeiten. Die Universität und damit die Ausbildung waren sehr international, und ich wusste, dass die Werbebranche in Südtirol weniger Chancen bieten würde als jene im Ausland.

Gab es Momente, in denen Sie kurz vor einer Rückkehr nach Südtirol standen?

Nein, nicht wirklich. Ich würde es nicht ausschließen, in der Zukunft zurück nach Europa zu ziehen, aber im Moment kommt Südtirol für mich nicht in Frage.

Könnten Sie Ihrem derzeitigen Beruf auch in Südtirol nachgehen? Bzw. möchten Sie denselben Job in Südtirol überhaupt machen?

Ich könnte meiner Arbeit in Südtirol schon nachgehen, aber wahrscheinlich nicht auf derselben Ebene. Südtirol hat einige Werbeagenturen, aber wenige auf internationaler Ebene mit internationalen Kunden.

Was schätzen Sie an Ihrem aktuellen Wohn-/Arbeitsort?

An meinem aktuellen Wohnort schätze ich den Lebensstil: Australien ist ein tolles Land mit sehr hoher Lebensqualität, vor allem in Sydney. Die Australier sind sehr entspannt, das Wetter ist meistens super, und man fühlt sich oft wie im Urlaub.

An meinem Arbeitsort schätze ich die Chance, mit internationalen Kunden zu arbeiten und an Projekten mitzuwirken, die innovative digitale Technologien benutzen. Ein großer Vorteil ist auch, dass es in großen internationalen Werbeagenturen die Möglichkeit gibt aufzusteigen – und dann eventuell auch in anderen Ländern Erfahrung zu sammeln.

Und was gefällt Ihnen nicht?

Australien ist sehr isoliert, geografisch und oft auch in Perspektive. Man lebt hier sehr fern von allem, und oft vergessen die Australier, dass sich die Welt auch außerhalb Australiens dreht. Als Land ist Australien auch sehr rückständig, wenn es um erneuerbare Energien geht, und es investiert noch viel in traditionelle Energiequellen. 86 Prozent von Australiens elektrischer Energie werden aus fossilen Energieträgern gewonnen, und nur sieben Prozent werden aus Wind und Solarenergie erzeugt. Das ist schade, wenn man bedenkt das Australien weltweit das Land mit der höchsten durchschnittlichen Sonneneinstrahlung pro Quadrat- meter ist.

Was könnte sich Südtirol von Ihrem derzeitigen „Heimatland“ abschauen?

Australien ist ein Land von Einwanderern und sehr facettenreich. Die Australier sind sehr stolz darauf, dass sie sich gegenseitig respektieren, auf ihre Toleranz und Fairness. Vor allem sehen sie die verschiedenen Einflüsse als positiv, als etwas, das die australische Kultur bereichert. Es wäre schön, wenn in Südtirol mehr Menschen die einzigartige Mischung von drei Sprachen und Kulturen als Bereicherung sehen würden und das mehr genutzt würde, vor allem in der Ausbildung.

Verfolgen Sie das Tagesgeschehen in Südtirol noch?

Ich halte mich mit Südtirol Online (stol.it) auf dem Laufenden, aber nicht täglich. Doch es interessiert mich, was in Südtirol passiert, viel erfahre ich durch Freunde und Familie. Auch hier in Australien lese ich eigentlich keine Zeitung mehr, sondern konsumiere die Nachrichten durch newsletters, verschiedene Webseiten und soziale Medien.

Was an Südtirol schätzen Sie?

An Südtirol schätze ich die Natur – natürlich. Es gibt wohl nicht viele Orte in der Welt mit solcher Naturschönheit. Ich schätze auch, dass Südtirol sehr viel in neue Energie und Fortschritt investiert und dass die Menschen viel Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Was mir in meinem Berufsleben bisher wohl am meisten geholfen hat, ist, dass ich von klein auf zwei Sprachen gelernt habe und dass ich sowohl mit der deutschen als auch mit der italienischen Kultur gelebt habe. Später, als ich im Ausland bei der Arbeit mit anderen Kulturen umgehen musste, hat mir das sehr geholfen. Diese Chance, die wir Südtiroler quasi „von Geburt“ erhalten, schätze ich sehr.

Und was gefällt Ihnen weniger?

Weniger gefällt mir, dass manche Südtiroler es nicht schätzen, an einem Ort wie Südtirol zu leben – mit so viel Naturschönheit, multikultureller Vielfalt und einer zentralen geografischen Lage. Stattdessen beschweren sie sich über Kleinigkeiten, die – global gesehen – wohl nicht so wichtig sind. Aber ich glaube, das geschieht nicht nur in Südtirol, sondern auch andernorts. Eine gewisse Perspektive entwickelt man erst, wenn man auf längere Zeit vom Heimatland entfernt ist.

Sehen Sie Südtirol heute anders als in der Zeit, als sie noch hier lebten?

Ja, sicher. Als ich noch in Südtirol lebte, hatte ich eine limitierte Sichtweise. Seit ich im Ausland lebe, muss ich oft erklären, woher ich komme, warum ich deutschsprachig bin mit einem italienischen Pass und warum dieses Thema in Südtirol manchmal zur Diskussion führt. Das zwingt einen, über Beweggründe nachzudenken und die Geschichte sowie auch die aktuelle Lage mit neuer Perspektive zu beurteilen.

Möchten Sie wieder nach Südtirol zurückkommen?

Ich denke, dass für mich eine Rückkehr nach Südtirol momentan nicht möglich ist – von der beruflichen Seite gesehen, aber auch von der privaten. Ich heirate nämlich im September, und mein zukünftiger Mann ist Australier. Er leitet hier in Australien seinen eigenen Betrieb, und das würde eine Rückkehr nach Südtirol wohl erschweren.

Eine Rückkehr irgendwann in der Zukunft möchte ich jedoch nicht ausschließen. Ich fühle mich wohl in Südtirol und versuche, regelmäßig zu Besuch zu kommen. Sollte ich tatsächlich zurückkehren, dann aber wohl eher erst später im Leben.


Was wollten Sie Ihren Südtiroler Landsleuten schon immer mal mitgeben?

In Südtirol haben wir das große Glück, von klein auf in unserem täglichem Umfeld drei Sprachen und Kulturen zu erleben. Dies gibt uns die Chance, zu lernen, dass verschiedene Kulturen die Welt auf verschiedene Art und Weise aufnehmen und dass eine Art nicht besser oder schlechter ist als die andere. Dieses Umfeld schafft einen einzigartigen Vorteil, der nicht unterschätzt werden sollte.

Schlagwörter: 26-15freenomedia

Info

Die Serie
In den kommenden Wochen widmet sich die SWZ den Auslandssüdtirolern: Warum sie Südtirol verlassen haben, was sie an ihrer „neuen“ und was an ihrer „alten“ Heimat schätzen, wie ihr Leben im Ausland ihren Blick auf Südtirol geändert hat und vieles mehr haben wir ausgewanderte Südtiroler gefragt. Im ersten Teil der Serie (Ausgabe 23/15) beantwortete Markus Dorfmann aus Feldthurns, der seit 20 Jahren in New York lebt, den SWZ-Fragebogen, im zweiten Teil (Ausgabe 24/15) war es Reinhilde Weidacher aus Prags, die in Stockholm wohnt und arbeitet, im dritten Teil (Ausgabe 25/15) Johannes Ausserer aus Tisens, der nun in Moskau daheim ist. In den kommenden Wochen werden weitere fern der Heimat lebende Südtiroler dieselben Fragen beantworten und so ihre Eindrücke für die SWZ-Leser festhalten.
Südstern, das Netzwerk der Südtiroler im Ausland, hat die SWZ-Redaktion beim Suchen und Finden von Südtirolern unterstützt, die bereit waren, an der Interviewserie mitzuwirken.
 
Zur Person: Sabrina Riedel, Jahrgang 1983, stammt aus Kastelruth, seit mittlerweile sieben Jahren lebt und arbeitet sie in Sydney, der größten Stadt Australiens.
Nach zwei Jahren als Au-pair-Mädchen in den USA hat sie 2005 an der Nuova Accademia di Belle Arti in Mailand einen Bachelor-Studiengang in Graphic Design & Art Direction begonnen. Nach dem Studienabschluss im Jahr 2008 ging sie nach Australien, wo sie zunächst als Grafikdesignerin bei Burroughs Consulting in Sydney arbeitete. 2010 wechselte Riedel als „Digitale Projektleiterin“ zur Reborn Group – Digital Creative Agency (Sydney), einer international tätigen Werbeagentur; 2012 wurde sie zur Abteilungsleiterin „Digitale Produktion“ befördert.
Sabrina Riedel ist Mitglied bei Südstern, dem Netzwerk der Südtiroler im Ausland, das derzeit mehr als 2.100 Südtiroler aus den verschiedensten Branchen und Tätigkeitsbereichen zu seinen Mitgliedern zählt.

Ausgabe 26-15, Seite 4

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