Bozen – Wohnbaulandesrätin Ulli Mair hat den neuen Präsidenten des Wohnbauinstituts (WOBI), Christian Battisti, sowie dessen Stellvertreterin Karin Plank Pitter empfangen.
In der Aussendung, welche das Landespresseamt über das Treffen verfasst hat, stehen gleich einleitend die Ziele für die neue Amtszeit: „Verbesserung der Abläufe und Beschleunigung der Entscheidungen“. Unter anderem sei „die Beschleunigung der Sanierungsarbeiten bzw. Reduzierung der Leerstände“ notwendig. Das klingt nach Kritik an Versäumnissen der bisherigen Führung.
Christian Battisti, Karin Plank Pitter sowie Herwig Neulichedl bilden den neuen dreiköpfigen WOBI-Verwaltungsrat für die nächsten drei Jahre. Die Landesregierung hat sie vor zwei Wochen als Nachfolger von Francesca Tosolini, Sabine Fischer und Tony Tschenett eingesetzt.
Eigentlich hätte Landesrätin Ulli Mair den Verwaltungsrat am liebsten abgeschafft, um die Abläufe schlanker zu gestalten. Ihr Vorschlag mündete im Frühjahr aber in eine Polemik und fand keine Mehrheit.
13.500 Wohnungen im Wert von 2,5 Milliarden
Das 1972 gegründete WOBI ist ein öffentlicher Riese. Laut Bilanz besitzt es knapp 13.500 Wohnungen. Sie haben einen Buchwert von 1,4 Milliarden Euro, wobei der Marktwert wohl mindestens 2,5 Milliarden beträgt. Das WOBI verwaltet enorm viel öffentliches Kapital. Interessant ist, dass es vor zehn Jahren nur unwesentlich weniger waren: 13.300 Wohnungen mit einem Buchwert von 1,2 Milliarden.
Immer wieder sah sich das WOBI in den vergangenen Jahren dem Vorwurf ausgesetzt, ein schwerfälliger Apparat zu sein, der zu viel Leerstand hat und Renovierungen schleppend (und teuer) durchführt.
„Das WOBI steht vor einer Reihe konkreter Aufgaben, zu deren Lösung der engagierte und zielgerichtete Einsatz aller Verantwortlichen gefragt ist. Es geht darum, Abläufe zu verbessern, Entscheidungen zu beschleunigen und vorhandene Ressourcen besser einzusetzen“, betont Landesrätin Ulli Mair.


















