Sterzing – Im Beisein von Landeshauptmann Arno Kompatscher und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und 700 Mitarbeitenden präsentierte der Präsident der HTI-Unternehmensgruppe Anton Seeber bei der Jahresabschlussfeier die Rekordzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres: Das 2019 vor der Corona-Krise erreichte Niveau konnte um 247 Millionen übertroffen werden. HTI erzielte 2022 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Das seien die besten Zahlen in der Unternehmensgeschichte, schreibt die Gruppe in einer Aussendung.
Mit den Umsatzerlösen wuchsen auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung. HTI-Präsident Anton Seeber: „Wir setzen auf Wachstum im Zeichen von vier Werten: Innovation, Diversifizierung, Internationalisierung und Nachhaltigkeit.“
Seilbahnen, Pistenfahrzeuge, Ketten-Nutzfahrzeuge
Der Südtiroler Konzern ist weltweiter Innovationsführer in den Bereichen Seilbahnen (Leitner, Poma, Bartholet und Agudio), Pistenfahrzeuge, Ketten-Nutzfahrzeuge und Vegetationsmanagement (Prinoth und Jarraff), Beschneiung und Entstaubungsanlagen (Demaclenko und WLP), digitalisiertes Skigebietsmanagement (Skadii), Windenergie (Leitwind) und seit Kurzem auch Wasserkraft (Troyer). Knapp 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aktuell, verteilt auf weltweit 20 Produktionsstandorte, 84 Tochtergesellschaften und 144 Vertriebs- und Servicestellen, für die Unternehmensgruppe HTI tätig.
Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sind der Gruppe zufolge auf einen historischen Höchstwert gewachsen und übersteigen die 35-Millionen-Euro-Marke. Für Investitionsgüter wurden im selben Zeitraum insgesamt 28 Millionen Euro ausgegeben.
Die jüngsten Akquisitionen der Gruppe
Die jüngsten Akquisitionen der HTI-Unternehmensgruppe, das US-Unternehmen Jarraff (Baumschneidemaschinen) wie auch Bartholet (im Bereich Seilbahnen), haben zum starken Wachstum beigetragen. Zudem war 2022 eine Rekordzahl neu errichteter Seilbahnen in den USA ein zusätzlicher Faktor für das Geschäftsergebnis.
Das Jahr 2022 war für die Gruppe von weiteren Ereignissen und Projekten geprägt. Von der Einweihung der längsten urbanen Seilbahn Europas in Toulouse über die Realisierung des zweiten Prototyps eines wasserstoffbetriebenen Pistenfahrzeugs und die Markteinführung des ersten elektrischen Pistenfahrzeugs bis hin zu wichtigen Innovationen im Bereich der Energieeffizienz bei Seilbahnen sowie im Bereich der Beschneiung.
„Mit den neuen Windkraftanlagen mit 250 und 500 kW von Leitwind bietet die HTI-Gruppe eine konkrete Lösung für die Anforderung von Erneuerbaren Energiegemeinschaften, nämlich Windenergie in der Nähe des Verbrauchers zu erzeugen und zu verteilen“, heißt es vonseiten der Gruppe. HTI setze auch an den eigenen Standorten auf den Ausbau erneuerbarer Energien.
Mit dem kürzlich vollzogenen Eintritt der Firma Troyer in die HTI Gruppe wird das Portfolio im Bereich der erneuerbaren Energie abgerundet. Neuigkeiten gab es auch bei Skadii: Durch neue Anwendungen in der digitalen Skigebiets-Management-Plattform können Energieeinsparungen und mehr Effizienz gewährleistet werden.
Seilbahnprojekte kurz vor der Fertigstellung
Mit Blick auf das Jahr 2023 stehen drei große Seilbahnprojekte kurz vor der Fertigstellung: die zweite Linie der Mexicable 2 im Bundesstaat Mexiko-Stadt, die zweite Linie der städtischen Seilbahn in Santo Domingo (Dom. Rep.) und die zweite Sektion von „Alpine Crossing“ von Zermatt (CH) nach Cervinia (I) – eine Dreiseilumlaufbahn, die die Alpen am Fuße des Matterhorns überquert und die Schweiz 365 Tage im Jahr mit Italien verbinden wird.
















