Bozen – „Südtirols Campingplätze werden ‚grüner‘.“ So beschreibt es der öffentliche Wirtschaftsdienstleister IDM Südtirol, der das Nachhaltigkeitslabel Südtirol verwaltet. Erstmals tragen auch zwei Campingplätze das Label – für ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung: Camping Moosbauer in Bozen und Camping Al Plan Dolomites in St. Vigil in Enneberg. Beide Campingplätze haben Level 3 erreicht – die höchste Stufe des Labels.
Das Nachhaltigkeitslabel Südtirol wurde Anfang 2023 zunächst im Tourismussektor eingeführt, war jedoch von Beginn an ganzheitlich gedacht. Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung über alle Wirtschaftssektoren hinweg voranzutreiben. Damit diese so praxisnah wie möglich umgesetzt werden kann, berücksichtigen die in drei Stufen aufgebauten Kriterien die unterschiedlichen Anforderungen kleinerer und größerer Betriebe.
Mittlerweile wurde das Label insgesamt 327-mal vergeben: an 276 touristische Betriebe, 32 Klein- und Mittelbetriebe sowie 19 Destinationen. Seit Dezember 2024 können neben gewerblichen Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben auch Campingplätze und Privatvermieter das Label beantragen.
Für die Einstufung müssen Campingplätze strenge Auflagen erfüllen. Darunter eine anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung nach GSTC-Standards oder eine gleichgestellte Zertifizierung wie „Ecocamping“. Zusätzlich sind eine vollständige Treibhausgasbilanz sowie der Nachweis regionaler Einkaufsstrukturen erforderlich.
Ein zentraler Bestandteil ist die transparente Erfassung des Status quo – etwa durch die Messung des CO₂-Fußabdrucks – sowie die Definition konkreter Maßnahmen in Bereichen wie Management, Kommunikation, Ressourcenschonung, Abfallmanagement und regionalem Einkauf.

















