Bozen – Regelmäßig veröffentlicht der Arbeitsmarktservice des Landes einen ausführlichen Bericht zur Situation am Südtiroler Arbeitsmarkt. Der neueste Bericht weist ein Beschäftigungswachstum von 1,9 Prozent gegenüber Sommer 2024 aus. Nach wie vor, so sagte Landesrätin Magdalena Amhof, gebe es „ein Potenzial von 10.000 bis 12.000 zusätzlichen Arbeitskräften in Südtirol, die wir für den Arbeitsmarkt dazugewinnen könnten.“ Insbesondere bei Frauen sowie bei jüngeren und älteren Menschen müsse die Erwerbsbeteiligung erhöht werden. Das wäre durchaus auch im Interesse der Unternehmen, die zum Teil händeringend nach Arbeitskräften suchen.
Die Zahlen des Waltherpark
Arbeitskräfte gefunden hat das neue Einkaufszentrum Waltherpark in Bozen. Arbeitsmarktservice-Direktor Stefan Luther legte heute erste vorläufige Zahlen vor. Demnach sind im Einkaufszentrum 601 Mitarbeitende beschäftigt, 408 davon allerdings nur befristet. 32 Prozent der Beschäftigten kommen aus Südtirol, 32 Prozent aus anderen italienischen Provinzen und 36 Prozent aus dem Ausland. Positiv hebt Luther hervor, dass 21 Prozent der Beschäftigten im Waltherpark aus den Arbeitslosenlisten kamen.
Die anderen Zahlen
Besonders stark ist die Beschäftigung laut Arbeitsmarktbericht in den vergangenen zwölf Monaten im Gastgewerbe gewachsen (plus vier Prozent). Rückläufig war sie im verarbeitenden Gewerbe (minus 0,3 Prozent), wobei vor allem im Automotive-Sektor rund 450 Stellen abgebaut wurden. „Der Rückgang im Automotive-Sektor ist ein Zeichen für strukturelle Veränderungen; die steigende Zahl von Arbeitslosen ohne Wohnsitz in Südtirol zeigt, dass wir gezielte Maßnahmen brauchen, um das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser zu aktivieren, Arbeitslose nachhaltiger in den Arbeitsmarkt zu bringen“, resümiert Luther.















