Bozen – In den kommenden Jahren wird der Sitz des Raiffeisenverbandes Südtirol kernsaniert und erweitert. „Die Entscheidung für eine Kernsanierung statt eines Neubaus im Zentrum von Bozen ist bewusst gefallen, um sparsam mit Ressourcen umzugehen“, so Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes.

Der Sitz ist eng mit der Geschichte des Raiffeisenverbandes verbunden: Bevor das Haus in der Raiffeisenstraße 2 zur Heimat des Raiffeisenverbandes wurde, war es der Sitz der Landwirtschaftlichen Genossenschaften. 1960 erfolgte die Fusion des Verbandes der Raiffeisenkassen mit dem Landesverband der Südtiroler Landwirtschaftlichen Genossenschaften. Aus dieser Fusion entstand der heutige Raiffeisenverband Südtirol, dessen Gründungssitz sich seitdem in Bozen befindet. Das Raiffeisenhaus Bozen spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Raiffeisenorganisation. So fand dort am 14. Juni 1973 die Gründungsversammlung der damaligen „Raiffeisen Zentrale Südtirol AG“ statt, der heutigen Raiffeisen Landesbank Südtirol.
Nach über 60 Jahren, in denen das Gebäude anfangs als Sitz der Landwirtschaftlichen Genossenschaften und später als Sitz des Raiffeisenverbandes Südtirol genutzt worden war, schwingt mit diesem Umzug auch Wehmut mit“, so Herbert Von Leon.
Heute ist der Raiffeisenverband der größte genossenschaftliche Dachverband Südtirols. Er vertritt 367 Genossenschaften aus den Sparten des Kreditwesens, der Landwirtschaft, Energie, Konsum, Soziales, Wohnbau und Dienstleistungen. Vom Verbandssitz aus werden die Interessenvertretung, Revision, Beratung für Bereiche wie Steuern, Personal und Recht, Aus- und Weiterbildung sowie zahlreiche Dienstleistungen für die Mitgliedsgenossenschaften koordiniert.
„Großer logistischer Aufwand“
In der Zwischenzeit ziehen die 214 Mitarbeitenden in ein Interimsquartier in die Thomas-Alva-Edison-Straße 11 in Bozen Süd. „Der Umzug stellt einen großen logistischen Aufwand dar“, so Generaldirektor Christian Tanner. Gemeinsam mit dem Raiffeisenverband zieht auch die RIS Kons GmbH in das neue Gebäude in der Thoma-Alva-Edison-Straße 11/3 um und unterstützt die Raiffeisenkassen und die Raiffeisen Landesbank ab dem 29. Juni von dort aus. Nach dem Umbau zieht auch der IT-Dienstleister mit seinen über 200 Mitarbeitenden zurück in das Raiffeisenhaus.

















