Bozen – Das Konsumklima in Südtirol hat sich in den vergangenen Monaten leicht verschlechtert. Das ist die zentrale Erkenntnis, die aus der Erhebung zum Konsumklima des Wirftschaftsorschungsinstitut der Handelskammer (Wifo) hervorgeht. Der entsprechende Index liegt nun bei -8,3 Punkten.
Insgesamt melden die Haushalte eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage und zeigen sich auch hinsichtlich der Entwicklung des Arbeitsmarktes optimistisch. Sie gehen davon aus, dass die bereits sehr niedrige Arbeitslosenquote in den kommenden Monaten weiter sinken könnte. Es besteht jedoch eine starke Ungewissheit: Im Vergleich zum Herbst haben die Konsumentinnen und Konsumenten ihre Kaufabsichten für langlebige Güter, wie Haushaltsgeräte und Möbel, nach unten korrigiert. Auch die Prognosen für die künftige Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft haben sich leicht verschlechtert, insbesondere bei den 50- bis 64-Jährigen und bei den selbständig Beschäftigten.
Die Lage in Europa
In Europa hingegen hat sich das Konsumklima gegenüber dem Herbst leicht verbessert, ist aber dennoch im Vergleich zu jenen in Südtirol durchwachsen. Im Januar stieg der Index für die Europäische Union (EU27) gegenüber Oktober um 1,5 Punkte auf -11,8 Punkte. Er liegt somit 3,5 Punkte unter dem Wert für Südtirol. Betrachtet man die einzelnen Länder, so stieg das Konsumklima in Italien um 1,0 Punkte auf -15,4 Punkte. Auch in Deutschland und Österreich, den wichtigsten Handelspartnern Südtirols, war ein Anstieg des Konsumklimas um 1,7 bzw. 0,4 Punkte zu verzeichnen.
Das Wifo erhebt das Konsumklima in Südtirol viermal im Jahr, im Jänner, April, Juli und Oktober. Konsumierende geben Bewertungen dazu ab, wie sich die Südtiroler Wirtschaftsin den nächsten zwölf monaten entwickelt, wie sich die wirtschaftlichen Situation des eigenen Haushalts in den nächsten zwölf monaten entwickelt usw. Durch eine standardisierte Methodik sind die Ergebnisse mit den italienischen und europäischen Daten vergleichbar.


















