
Brixen/San Jose – Bis Donnerstag findet im kalifornischen San Jose die „Nvidia Global Technology Converence“ statt, kurz Nvidia GTC. Bei der weltweit bedeutendsten KI-Konferenz treffen sich KI-Forscher:innen, Technologiekonzerne und Investoren aus aller Welt. Man spricht von 25.000 Teilnehmenden vor Ort, zudem 300.000 Personen virtuell. Auf der Nvidia GTC fallen Entscheidungen, welche Technologien zukunftsrelevant sind und in welche Start-ups investiert wird.
Mittendrin ist ein junges Brixner Start-up. Allsides gehört als „Nvidia Inception Startups Member“ zu einem exklusiven Kreis ausgewählter Tech-Start-ups. Es handelt sich um eine Ausgründung aus dem Covision Lab, einem Forschungs- und Anwendungszentrum für Computer Vision und Machine Learning, das der Girlaner Franz Tschimben aufgebaut hat. Tschimben steht gemeinsam mit Burkhard Guessefeld und Harald Oberrauch auch hinter Allsides. Mittlerweile gehören über 35 Mitarbeiter:innen aus 13 Nationen zum Team. Offenbar lässt sich ein Technologie-Unternehmen durchaus auch im kleinen Südtirol aufbauen.
Was Allsides macht
Allsides gibt es erst seit 2024. Das Start-up entwickelt und betreibt hochpräzise 3D-Scanning-Technologie, die weltweit von Unternehmen wie Meta, Adidas, Amazon, Nike und Zalando eingesetzt wird, und zwar für fotorealistischen 3D-Content in E-Commerce, Gaming, virtuellen Welten und generativer KI. Anders ausgedrückt: Es werden digitale Zwillinge realer Objekte geschaffen. Damit kann dann zum Beispiel Kleidung virtuell anprobiert werden, auch gelingt Produktentwicklung ohne physische Prototypen.
2025 wurden in einer Seed-Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro eingesammelt. 2026 wird das eigene Scanning Center in Brixen ausgebaut, was durchaus als Bekenntnis zum Standort Südtirol gewertet werden kann.

















