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Bremst du schon oder rast du noch?

85 Prozent der Autos auf der Bozner Eisackuferstraße fahren zu schnell. 85 Prozent? Da stelle ich mir doch die Frage, ob wir Südtiroler alle Raser sind – oder ob mit den Tempolimits etwas nicht stimmt.

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
21. November 2014
in Mobilität
Lesezeit: 3 mins read

Bevor ich Ihnen meine heutigen Gedanken zumute, stelle ich eines klar: Ich bin kein Raser! Zwar bin ich in jungen Jahren manchmal zu schnell gefahren und muss mich bei meinem Schutzengel bedanken. Aber das ist lange her. Ich habe mir die Hörner des Temporausches längst abgestoßen. Ich kann das sogar beweisen. Mein Punkteführerschein ist noch jungfräulich, kein einziger Punkt wurde mir abgezogen, seit der Punkteführerschein eingeführt wurde – und das war doch schon 2003. Ich fahre seit 2003 strafenfrei, bei immerhin zirka 25.000 Fahrkilometern pro Jahr.

Darauf bin ich stolz und halte es gleichzeitig mit den Italienern, die in solchen Momenten sagen: „Tocca ferro!“ Denn wenn ich die lokalen Zeitungen lese, dann bange ich ernsthaft um meine weiße Weste: Geschwindigkeitskontrollen werden intensiviert, Tempolimits verschärft. In Bozen – und nicht nur dort – werden derzeit orangefarbene Kästen getestet, in denen sich manchmal „Blitzer“ verbergen und manchmal nicht. Auf der MeBo gilt jetzt streckenweise Tempo 90 statt 110, auf der Brennerautobahn spukt ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern herum und und und.

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Die rasenden Südtiroler (und ich?) sollen offensichtlich endgültig gebrochen werden. Wir fahren zu schnell, wir fahren im Italienvergleich sogar schneller als alle anderen, habe ich unlängst gelesen. Wer den Zustand der Straßen außerhalb Südtirols kennt, weiß warum. Zwar sind auch in Südtirol nicht alle Straßen in perfektem Zustand, aber im Vergleich zum Schlagloch-Slalom im Veneto ähneln unsere Straßen einem schnell gesteckten Super-G. Ich versichere Ihnen, im Veneto, aber auch in der Lombardei fahre ich freiwillig langsamer als in Südtirol. Ich möchte mein Auto nämlich gerne heil wieder heimfahren.

Aber zurück zu den hiesigen Tempolimits. Auf der Eisackuferstraße in Bozen hat ein Test im September also ergeben, dass 85 Prozent der Fahrzeuge das Tempolimit überschreiten. 85 Prozent! Was sind wir doch für Raser! Das war die Botschaft, die der Test verbreiten sollte. Nur am Rande wurde erwähnt, dass 45 Prozent zwischen 50 und 60 fahren und weitere 30 Prozent zwischen 60 und 70. Sind wir also Raser oder sind manche Tempolimits unangemessen? Tempo 60 auf der geraden Bozner Eisackuferstraße empfinde ich persönlich nicht als Verbrechen. Aber klar, wenn nur Tempo 50 erlaubt ist, sind wir automatisch alle Raser. So wie wir alle urplötzlich zu dick wären, wenn die Bekleidungsindustrie alle Klamotten enger schneiden würde.

Der Bozner Test wurde übrigens auch in der Drususstraße und in der Italienallee durchgeführt. Das Ergebnis: 69 bzw. 75 Prozent der Autos sind zu schnell. Er­wischt, ihr unverbesserlichen Raser! Nur, auf beiden Straßen gilt Tempo 40 (nicht 50, wohlgemerkt), obwohl beide Straßen teilweise vierspurig sind. Und wieder ist etwa die Hälfte der Autos mit 40 bis 50 Stundenkilometern unterwegs – schneller als erlaubt, aber weit weg von Raserei. Ich nehme ganz sicher nicht jenen Zeitgenossen in Schutz, der unlängst mit Tempo 81 auf der Drususstraße erwischt wurde, aber alle Landsleute mit Tempo 50 haben mein Mitgefühl, sollten sie künftig von so einem orangen Kasten geblitzt werden.

Auf der Schnellstraße MeBo wurde die erlaubte Geschwindigkeit zwischen Vilpian und Terlan jetzt von 110 auf 90 km/h gedrosselt. Das Argument: Es passieren zu viele Unfälle, und die Durchschnittsgeschwindigkeit beläuft sich auf 122 km/h. Aha, und deswegen muss Tempo 90 her. Was kann ich, der brav und unfallfrei Tempo 110 fuhr (fast immer), dafür, dass andere Tempo 134 fuhren und den Durchschnitt auf 122 km/h hievten?

Tempo 110 auf der MeBo fiel mir immer einigermaßen leicht. Tempo 110 auf der Brennerautobahn zwischen Klausen und Sterzing hingegen empfinde ich als (Sekunden-)Schlafpille. Und jetzt wird über Tempo 100 nachgedacht? Wenn das wirklich ernst gemeint ist, dann fordere ich die Autobahngesellschaft auf, künstlich Schlaglöcher in den Asphalt zu bohren. Sonst befürchte ich steigende Unfallraten, weil die Lenker am Steuer einnicken.

Ich kenne noch weitere Straßen, wo mein banger Blick in den Rückspiegel wandert, wenn ich versuche, das Tempolimit einzuhalten. Versuchen Sie einmal, auf der Abfahrt von der Schnellstraße MeBo in Richtung Bozen die erlaubten 40 km/h (!) einzuhalten – Sie riskieren, dass nachkommende Autos Ihr Heck küssen. Der neue, hochmoderne Sonnenburgtunnel im Pustertal ist der nächste Schleichweg – Tempo 50. In den Megatunnels im Eggental regiert immerhin Tempo 70 – schwer einzuhalten, aber zumindest nicht unmöglich.

Ich hätte da eine Idee. Baut uns unverbesserlichen Rasern einfach schlechtere Straßen! Dann fahren wir freiwillig langsamer. Aber baut uns bitte nicht parkettähnliche Autobahnen, über die selbst der tiefergelegte Golf sanft dahingleitet, um uns dann als Raser zu erwischen. Wir fahren nicht „zufleiß“ schneller als erlaubt. Jetzt muss ich los, auf die Bozner Eisack­uferstraße. Ich werde wahrscheinlich Tempo 10 fahren. Denn um diese Zeit ist Stau.

Schlagwörter: 44-14freenomedia

Ausgabe 44-14, Seite 7

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

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