Bozen – 160.000 volljährige Südtiroler:innen bzw. 60 Prozent haben eine digitale Identität (SPID), 41.000 Gebäude haben einen Internetanschluss, 2.500 Südtiroler:innen steigen täglich in einen Onlinedienst ein. Diese Eckdaten nannten Josef Hofer, Verantwortlicher des Landes für den Digitalen Wandel, und Stefan Gasslitter, Generaldirektor der Südtirol Informatik AG (SIAG), am Donnerstag am Stand „CIVIS und myCIVIS“ auf der Bozner Herbstmesse/Biolife.
850 Millionen Euro an Investitionen in fünf Jahren
„Südtirols Ziel ist genauso ehrgeizig wie realistisch: Innerhalb 2026 sollen alle Südtirolerinnen und Südtiroler einen Breitbandanschluss haben“, erklärte Hofer beim Pressetreff am Messestand. Im Zuge des staatlichen Wiederaufbauplans (Pnrr) hat Südtirol die Digitalisierung als Hauptprojekt gewählt. Bis 2026 sollen so weitere 15.000 Gebäude einen Breitbandanschluss erhalten. „Somit erreichen wir alle Südtiroler“, so Hofer.
Das Digitalisierungsprojekt fußt auf mehreren Säulen: So soll das bestehende Data Center in Bozen weiter ausgebaut werden, es gibt aber auch Projekte in verschiedenen Abteilungen des Landes und den Gemeinden, auch um die Bürger:innen bei der Erstellung ihrer Digitalen Identität zu unterstützen oder sie bei digitalen Amtsgängen zu begleiten.
„Insgesamt werden wir für die Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren 850 Millionen Euro zur Verfügung haben“, kündigte Josef Hofer an. 240 Millionen Euro bekomme das Land aus dem staatlichen Wiederaufbaufonds für das Hauptprojekt. Es werde aber auch weitere Gelder aus dem Wiederaufbaufonds geben, zudem Geld aus dem EU-Fonds für Regionale Entwicklung (Efre). Der Rest wird über den Landeshaushalt finanziert.
Digitaler Amtsgang in 149 Ämter jetzt schon möglich
Auf der Plattform des Landes gibt es bereits ein breites Angebot an digitalen Diensten der Landesverwaltung. „Über 149 Onlinedienste können Verwaltungsabläufe digital abwickeln. Einschreibungen in alle Schulstufen oder Stellenwahlen für Lehrpersonen erfolgen inzwischen ausschließlich digital“, erklärte Stefan Gasslitter am Messestand. Vor allem Dienstleistungen der Ämter der Landesverwaltung, aber auch einzelne Dienstleistungen des Sanitätsbetriebs können über myCIVIS abgewickelt werden.
„Ziel ist es, alle öffentlichen Dienste auf dieser Plattform zusammenzuführen. Für die Bürger ist es wichtig, über eine Adresse an alle Dienste zu kommen, so brauchen sie sich auch nur einen Zugangscode samt Passwort zu merken“, sagte Gasslitter.















