München – Soziale Kompetenzen sind beim Berufseinstieg wichtiger als fachliche. Das ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut mit Sitz in München. Knapp zwei Drittel der Unternehmen sehen demnach Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein als wichtige Fähigkeiten bei Berufseinsteigerinnen und -einsteigern. Fachkenntnisse erwartet nur knapp jedes zweite Unternehmen. „Für den erfolgreichen Berufseinstieg zählen aus Sicht vieler Unternehmen nicht nur Fachkenntnisse, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen und Lernbereitschaft“, sagt ifo-Forscher Jonas Hennrich.
Kreativitäts- und Innovationsfähigkeit spielen mit rund 10 Prozent eine untergeordnete Rolle.
58 Prozent der Unternehmen nennen Lern- und Anpassungsfähigkeit als wichtige Kompetenz für Berufsanfänger:innen. Innerhalb der fachlichen Anforderungen stehen vor allem fachspezifische Grundlagenkenntnisse und digitale Kompetenzen im Fokus. Kreativitäts- und Innovationsfähigkeit spielen mit rund 10 Prozent hingegen eine untergeordnete Rolle.
Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Tätigkeitsfeld von Berufseinsteigern und -einsteigerinnen an Bedeutung. Bereits 14 Prozent der Unternehmen setzen KI ein, um Aufgaben von Berufsanfängern zu übernehmen. In den kommenden drei Jahren rechnen sogar 40 Prozent damit, dass KI Aufgaben von Berufsanfänger:innen übernehmen wird. Die Zahl der Stellen für Berufseinsteiger ist bislang jedoch überwiegend stabil geblieben: Bei fast zwei Dritteln der Unternehmen gab es in den vergangenen drei Jahren keine Veränderungen, und auch für die kommenden drei Jahre rechnen die meisten mit einer gleichbleibenden Stellenanzahl.



















