Bozen – Der Frühling und der Sommer waren in diesem Jahr außerordentlich warm. Das hat den Vegetationszyklus der Trauben in Südtirols Weinbergen enorm beschleunigt. So beginnt die Lese für den Jahrgang 2026 vielerorts bereits dieser Tage.
Die Trauben aus frühen Lagen, die für die Produktion der Grundweine von Südtiroler Sekt nach dem traditionellen Verfahren bestimmt sind, wurden hingegen bereits eingekellert. „Das ist der früheste Erntebeginn in Südtirol überhaupt“, sagt Eduard Bernhart, Direktor des Konsortiums Südtirol Wein.
Nach der Lese der Sektgrundweine werden nach und nach die verschiedenen Sorten eingebracht. Die Ernte in allen Anbaugebieten wird voraussichtlich Anfang September starten.
Qualität noch mit Fragezeichen
Prognosen über die Qualität des Jahrgangs abzugeben, sei derzeit noch zu früh, allerdings seien die Voraussetzungen vielversprechend: „Die Trauben präsentieren sich gesund“, so Eduard Bernhart. Das sei nicht nur der Natur, sondern auch der Arbeit der Winzer:innen zu verdanken.
Noch sei die Ernte allerdings nicht im Keller, weshalb der Blick auch auf die Wetterentwicklung in den nächsten Wochen gerichtet sei: „Wir hoffen auf kühlere Temperaturen, vor allem in den Nächten, weil diese der letzten Entwicklung der Trauben guttun. Und zudem darauf, in den nächsten Wochen vor größeren Hagelschäden verschont zu bleiben.“


















