Bozen – Junge Menschen mit Beeinträchtigung haben sehr oft Schwierigkeiten bei der Jobsuche. Zugleich leiden die Unternehmen unter Arbeitskräftemangel. Die Gemeinde Bozen hat deshalb einen Versuch gestartet: Bei einem Job Speed Dating in der Gärtnerei Schullian konnten sich Arbeitgeber und Menschen mit Beeinträchtigung direkt begegnen, um sich in einem zehnminütigen Gespräch kennenzulernen und sich eventuell für ein Bewerbungsgespräch zu verabreden.
Das Ergebnis dieses Versuchs habe alle Erwartungen übertroffen, heißt es nun in einer Aussendung. Über 40 Südtiroler Unternehmen und rund 90 Kandidaten und Kandidatinnen mit Beeinträchtigung seien dem Aufruf gefolgt. Und es seien tatsächlich konkrete Kontakte geknüpft worden. Sieben Personen seien auf dem besten Weg zu einer Arbeitsstelle.
Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati zeigt sich sehr erfreut über den Erfolg. Ulrich Seitz, der Beauftragte des Bürgermeisters für das Ehrenamt, betont, dass es bald in die nächste Runde gehen wird. Die Stärke der Initiative liege darin, dass den betroffenen Parteien Experten und Expertinnen zur Seite gestellt werden, um sie bei einem möglichen Anstellungsprozess von Menschen mit Beeinträchtigung zu unterstützen. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels werde es in Zukunft auch aus wirtschaftlichen Überlegungen mehr denn je von Bedeutung sein, Menschen mit Beeinträchtigung möglichst umfassend in den Arbeitsmarkt zu integrieren.



















