Bozen/Innsbruck – Die symbolische Bedeutung des Moments ist groß: Erstmals gibt es eine unterirdische Verbindung zwischen Italien und Österreich: Heute am frühen Vormittag wird am Brenner der Durchstich im Brenner-Basistunnel (BBT gefeiert)
„Es handelt sich dabei um einen bedeutenden Schritt für die zukünftige stärkere Verlagerung des Güter- und Personenverkehrs auf die Schiene, die für uns eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einer immer nachhaltigeren Mobilität spielt“, unterstreicht der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Alexander Rieper.
Derzeit sei eine stärkere Verlagerung nur sehr eingeschränkt möglich, da die Kapazität fehlt, mit der Fertigstellung des Brennerbasistunnels werde sich die Situation wesentlich verbessern. „Damit diese aber wirklich vollständig genutzt werden kann, braucht es eine Harmonisierung der gesetzlichen Bestimmungen für den Schienenverkehr sowie den Bau der Zulaufstrecken und entsprechender Verladebahnhöfe entlang der gesamten Trasse. Diesbezüglich ist besonders auch Bayern gefragt, die entsprechende Trasse rasch festzulegen“, so Rieper in einer Aussendung.
Auf die Straße werde man aber auch zukünftig nicht verzichten können, betont der Unternehmerverband. Investitionen in die Autobahn-Infrastruktur entlang des Brenners seien weiterhin von zentraler Wichtigkeit. In einem gemeinsamen Gesamtkonzept müsse es zudem gelingen, im Einklang mit der Umwelt, diese Infrastruktur in ihrer vollen Kapazität zu nutzen, wie Rieper unterstreicht. „Innovation, Investitionen in Lärmschutzwände und Ladekapazitäten sind dabei wesentliche Schlüssel zum Erfolg, nicht Verbote und einseitige Maßnahmen“, so Rieper abschließend.
Über das Projekt
Der Brennerbasistunnel verläuft auf 55 Kilometern zwischen Innsbruck und Franzensfeste und gilt als Kernelement der neuen Bahnverbindung von München bis Verona.
Nach geplanter Fertigstellung im Jahr 2031 und Inbetriebnahme im Jahr darauf wird der flach verlaufende Eisenbahntunnel mit 64 Kilometern laut Angaben der ÖBB die „längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt“ sein.
















