Forschungspreise – Ulrike Tappeiner und Claudia Notarnicola sind die Preisträgerinnen zweier in diesem Jahr vom Land vergebenen Wissenschaftspreise.

Die gebürtige Boznerin Tappeiner erhielt den Research Award Südtirol/Alto Adige 2020. Die Professorin für Ökosysteme und Landschaftsökologie an der Universität Innsbruck leitet seit 1995 das Institut für Alpine Umwelt der Eurac und steht seit 2018 der Freien Universität Bozen als Präsidentin vor. Die Jury verweist in ihrer Begründung einhellig auf die herausragende Karriere Tappeiners, die in ihrer vielseitigen Tätigkeit als Wissenschaftlerin auch in südtirolrelevaten Bereichen geforscht hat und tätig ist und war. Zu ersten Mal wurde dieses Jahr der Women in Science Award Südtirol/Alto Adige vergeben. Er geht an die promovierte Physikerin Claudia Notarnicola. Neben Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bari und Bozen und an der argentinischen

Raumfahrtbehörde ist Notarnicola seit 2012 stellvertretende Leiterin des Instituts für Erdbeobachtung der Eurac. Zu ihrem Forschungsgebiet zählt die Entwicklung innovativer Methoden zur Gewinnung biophysikalischer Parameter, die beispielsweise der Überwachung und dem Verständnis von Naturphänomenen in Berggebieten wie Südtirol dienen. Mit dem Women in Science Award wird Notarnicola für ihren außergewöhnlichen wissenschaftlichen Lebenslauf in dem noch stark männlich geprägten Bereich der Physik der Luft- und Raumfahrt gewürdigt.
Arbeiten zu Geschlechterfragen und Chancengleichheit prämiert – Der Landesbeirat für Chancengleichheit hat unlängst in einer Online-Preisvergabe die besten Arbeiten aus dem Jahr 2020 ausgezeichnet. Der erste Preis ging an Laura Volgger aus Welsberg-Taisten für ihre Diplomarbeit „Integration und Emanzipation durch Selbstorganisation. Frauenorganisationen weiblicher Zugewanderter in Nordtirol und Südtirol seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im regionalen Vergleich mit einer empirischen Untersuchung ausgewählter aktiver Vereine. Mit einer Aufbereitung des Themas ‚Rollenklischees, Stereotypen und Vorurteile in Bezug auf Migration und Geschlecht‘ für das Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung“. Die Arbeit wurde am Institut für Zeitgeschichte der Philosophisch-Historischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck eingereicht. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro.
Haubenlokale – Südtirol darf sich über gleich zwei 5-Hauben-Restaurants freuen: Neben dem St. Hubertus in St. Kassian mit Chef Norbert Niederkofler hat es jüngst auch die Trenkerstube in Dorf Tirol mit Chef Gerhard Wieser zu diesen hohen Gourmetehren geschafft. Zudem konnte Südtirol die Anzahl seiner Haubenlokale von 98 auf 106 steigern. Vergeben wurden die begehrten Auszeichnungen für hervorragende Kochkünste vom Gault&Millau Österreich.

Weinwirtschaft – Nicht weniger als 279 Mal gab es für Südtiroler Weine in den Bewertungen 2021 von den renommiertesten italienischen Weinführern die Höchstnote, 74 Kellereien in Südtirol können sich über mindestens eine Auszeichnung freuen.
Der meistprämierte Südtiroler Wein 2021 ist der Lagrein Taber 2018 der Kellerei Bozen, der gleich sieben Auszeichnungen abräumen konnte. Mit sechs Prämierungen folgt der Weißburgunder Rarity 2007 der Kellerei Terlan. Die Kellerei Tramin konnte für ihren Gewürztraminer Nussbaumer 2018 fünf Auszeichnungen einfahren.
Was die Produzenten betrifft, so konnte in diesem Jahr – wie auch schon im vergangenen – die Kellerei Terlan mit 17 am meisten Auszeichnungen auf sich vereinen. Diese gehen auf das Konto von sieben Weinen. Hinter den Terlanern platziert sich die Kellerei Tramin mit 16 Auszeichnungen für ebenfalls sieben Weine auf Platz zwei. Am drittmeisten Höchstnoten gingen an die Kellerei St. Michael Eppan (13).

German Design Award – Auch bei der 2021er-Ausgabe des Designpreises wurden wieder Südtiroler Projekte ausgezeichnet. So hat u.a. der Designer Martin Oberhauser (studiooberhauser) drei Preise für das Design von zwei Projekten erhalten. Eines ist das Sousa-Phone der Firma StHar -Stone & Harmony, ein analoger Beton-Soundverstärker für Smartphones. Er ist Gewinner des German Design Award Special Mention in der Kategorie „Excellent Product Design – Home Textiles and Home Accessories“. Das zweite Sieger-Projekt war die „Klimakabine“ der Firma Tischlerei Declara, eine Sauna- und Infrarotwelt mit hochwertigen Materialien. Dieses Projekt wurde mit dem German Design Award Winner in der Kategorie „Excellent Product Design – Bath and Wellness“ und mit einer Special Mention in der Kategorie „Excellent Product Design – Eco Design“ prämiert. Ausgezeichnet wurden aber beispielsweise auch das „1477 Reichhalter Eat & Sleep“ (Lana) mit einem German Design Award Winner 2021 in der Kategorie „Excellent Architecture – Retail Architecture“ oder das Hotel Belvedere (Jenesien) mit einer Special Mention in der Kategorie „Excellent Architecture“. Ein weiteres Beispiel für einen Südtiroler German-Design-Award-Preisträger 2021 ist die ciAsa Aqua Bad Cortina (St. Vigil in Enneberg), entworfen von Pedevilla Architects (Bruneck) und realisiert vom Anbieter patentierter leim- und metallfreier Vollholzelemente für Wohnhäuser Holzius (Prad). Das Gebäude erhielt eine German Design Award 2021 Special Mention sowie eine Special Mention in der Kategorie Eco Design. Es sind dies nur zwei von zahlreichen Preisen, die Pedevilla Architects für die ciAsa Aqua Bad Cortina bisher in Empfang nehmen durften.
















