Bozen – „Welcher Betriebsinhaber kennt es nicht, das Gefühl der Angespanntheit, wenn die Behörden der Arbeitssicherheit zur Kontrolle vorstellig werden?“, fragt Gert Lanz. Der SVP-Landtagsabgeordnete meint, anstatt hoher Strafen sollte eine kompetente Beratung für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen. Durch einen Begehrensantrag will Lanz erwirken, dass das Prinzip „Beraten statt Strafen“ auch in Italien Anwendung findet. Dazu sei nämlich eine gesetzliche Verankerung im Staatsgesetz notwendig.
Der Begehrensantrag zur Arbeitssicherheit wird kommende Woche im Landtag behandelt. „Bevor im Rahmen von Kontrollen Strafen ausgestellt werden, sollte bei kleineren Vergehen, wo keine unmittelbare Gefahr besteht, als erstes eine Beratung angeboten werden“, erklärt Gert Lanz sein Ansinnen.
Es spreche komplett gegen einen vernünftigen Ansatz, dass es zumeist zwischen den Betrieben, den Mitarbeitern und den Kontrolleuren keinen offenen Austausch gebe, meint er. Stattdessen hagle es Strafen – mitunter auch im empfindlichen Ausmaß.
Das Konzept „Beraten statt Strafen“ werde in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bereits erfolgreich angewendet.
















