Bozen – „Wenn wir den Schwerlastverkehr elektrifizieren wollen, brauchen wir eine zuverlässige Ladeinfrastruktur, die speziell auf Lkw ausgelegt ist. Nur so können wir eine wachsende Zahl elektrischer Lkw auf Europas Straßen versorgen.” Das sagt Alpitronic-CEO Philipp Senoner. Mit Milence habe man nun einen Partner gefunden, der diese Überzeugung teilt.
Wer ist Milence?
Milence ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck, Traton Group und Volvo Group. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, das erst vor vier Jahren gegründet wurde, betreibt derzeit knapp 40 Ladestandorte an wichtigen Transitrouten in neun europäischen Ländern. Darunter befinden sich auch erste Megawatt-Lader – zum Beispiel in Zwolle (Niederlande) und Antwerpen-Brügge (Belgien) – für besonders schnelles Laden.
Nun wollen Milence und Alpitronic die Megawatt-Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge gemeinsam ausbauen. Dafür wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, welches laut einer Aussendung den Rahmen für eine strategische, langfristige Zusammenarbeit schafft. Einerseits dient die Zusammenarbeit dem Aufbau der Ladeinfrastruktur, andererseits wollen die beiden Unternehmen die technologische Innovation und die digitale Integration vorantreiben.
Das HYC1000 von Alpitronic
Eine zentrale Rolle soll das dezentrale Megawatt-Ladesystem HYC1000 von Alpitronic spielen. Mit einer Ladeleistung von bis zu 1.000 kW können Batterien schwerer Elektro-Lkw in rund 30 bis 45 Minuten nachgeladen werden – passend zu den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen.
Milence-CEO Anja von Niersen wird in der Aussendung mit folgenden Worten zitiert: „Starke Partnerschaften sind entscheidend, wenn wir den Gütertransport auf der Langstrecke schneller elektrifizieren wollen. Gemeinsam mit Alpitronic integrieren wir das Megawattladen nahtlos in den täglichen Logistikbetrieb: Wir verkürzen Ladezeiten, steigern die Effizienz im Betrieb und bringen Lkw schnell und zuverlässig wieder auf die Straße.”


















