Innichen – Das vom Land neu geschaffene Instrument des Wohnens mit Preisbindung weckt Interesse. Die SWZ hat erst kürzlich berichtet, dass das Konzept aufgeht. Nun wird in Innichen ein nennenswertes Projekt gestartet, das unter das ebenfalls neue Instrument des gemeinnützigen Bauens fällt: Acht lokale Unternehmen wollen über eine gemeinnützige Stiftung Mietwohnungen vorrangig für Ortsansässige realisieren.
Hinter der Initiative stehen Leitlhof GmbH, 3 Zinnen AG, Papin Sport GmbH, Senfter Holding, Schäfer GmbH, Posthotel & Residence GmbH, Hotel Villa Stefania und Burgmann Kandidus OHG. Sie haben der Gemeinde Innichen und dem Landesamt für Wohnbau eine Absichtserklärung übermittelt, wonach sie eine gemeinnützige Stiftung für den Bau von rund 40 preisgebundenen Mietwohnungen gründen.
Die Initiatoren erklären: „Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist zur sozialen und wirtschaftlichen Herausforderung für Innichen geworden. Als lokal verwurzelte Arbeitgeber wollen wir aktiv Verantwortung übernehmen und einen entscheidenden Impuls zur Entspannung des lokalen Wohnmarktes setzen.“
Die Betriebe kündigen an, die neue Stiftung mit einem Initialkapital von etwa 1.200.000 Euro auszustatten. Sie streben einen Baubeginn innerhalb der nächsten zwei Jahre an. Jetzt hoffen sie, dass die Gemeinde zeitnah die erforderlichen urbanistischen Rahmenbedingungen schafft und die Verfügbarkeit der Grundstücke sicherstellt.
Der geplante Wohnraum soll dauerhaft preisgebunden bleiben und vorrangig ortsansässigen Familien sowie Mitarbeitenden lokaler Betriebe zugutekommen. „Um die Wohnsituation vor Ort jedoch ganzheitlich zu entspannen, muss die Politik nun die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um parallel zum bestehenden und zukünftigen Wohnangebot auch Lösungen für die Unterbringung von Saisonskräften zu ermöglichen“, betonen die Initiatoren.

















