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Ach Buben, was geht es uns doch gut!

Wie lange bellt denn ein Hund, wenn man ihn nicht beachtet? Ein Appell zu einem entspannteren Umgang mit großen Themen – oder besser gesagt: mit vermeintlich großen Themen.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
7. April 2017
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 mins read

Täglich fahre ich einen meiner Söhne frühmorgens zum Bus. Kurz bevor der Bus eintrifft, hören wir im Radio die Kurznachrichten. Und meistens verabschieden wir uns – glücklicherweise – mit der Erkenntnis: „Passt, alles paletti!“ Sicher: Nachrichten über Unfälle aller Art, Terrorakte und Naturkatastrophen, die nun mal auf der Welt passieren, gehen nicht spurlos an uns vorbei. Sie machen uns nachdenklich. Aber die allermeisten Nachrichten über unser seliges Südtirol sind an den allermeisten Tagen im Jahr – gelinde gesagt – nicht weltbewegend. Sie werden wichtiger gemacht, als sie in Wirklichkeit sind.

Schon seit Jahren bemühe ich mich darum, unseren vier Söhnen beizubringen, alle Nachrichten – egal, ob in der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen – nicht unkritisch zu konsumieren, sondern vielmehr sorgfältig und kritisch. Da wir die Möglichkeit haben, im Fernsehen Nachrichten aus mehreren Ländern und in mehreren Sprachen zu empfangen, habe ich unsere Söhne mehrmals darauf aufmerksam gemacht, wie doch ein und dieselbe Nachricht unterschiedlich verarbeitet wird. Der Ursprung, die Dynamik, das Tun der Personen wird sehr oft völlig unterschiedlich wiedergegeben. Jedes Geschehen braucht einen Schuldigen, und nicht in jeder Nachricht ist der Schuldige dieselbe Person. Dabei rege ich unsere Söhne immer an, darüber nachzudenken, wieso eine Nachricht auf diese oder jene Art und Weise gesendet wird. WAS will man damit erreichen, WELCHE Meinung soll bei der Bevölkerung gebildet werden?

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So empfand ich es auch bei all der Aufregung rund um die Toponomastik. WER will WEN gegen WEN aufhetzen? Aus WELCHEM Grund soll denn Unruhe in unserem Lande provoziert und entfacht werden? WAS steckt dahinter? Geht es schlussendlich gar nicht um die Toponomastik? Sind es vielmehr Machtspielchen, die gekonnt und schlau genutzt werden? WER setzt sich durch, WER ist am längeren Hebel, WER hat mehr Ausdauer, WER hat die besseren Beziehungen in Rom, WER will sein Gesicht nicht verlieren, WER schreit am lautesten?

Ich habe zuweilen den Eindruck, dass die Medien – okay, nicht alle, aber die meisten – genau diesen „Schreiern“ Aufmerksamkeit schenken. Ich weiß nicht, ob sie das tun, um ihre Verkaufszahlen und Einschaltquoten zu verbessern. Oder um das Feuer ja nie erlöschen zu lassen, weil Streitereien und Provokationen nun mal Nachrichten ergeben, die sich dann wieder verkaufen lassen.

Freilich ist es zu einfach, nur den Medien die Schuld zu geben, wenn es stimmt, dass Medien das berichten, was sich „verkaufen“ lässt, sprich, was die Medienkonsumenten wollen. Also: Würden die Medienkonsumenten und die Medien den Spielchen keine Beachtung mehr schenken, wären die Tage dieses unsinnigen Kräftemessens gezählt.

Wir alle wissen, dass ein Hund nicht lange bellt, wenn er nicht mehr beachtet wird. Bei uns Menschen ist es nicht anders! Und eine alte Weisheit lehrt uns, dass derjenige, der am lautesten schreit, eh meistens unrecht hat.

Meinem Vater wurde zur Faschistenzeit der Name von Willi zu Guglielmo geändert. Ich fragte ihn einmal, ob ihn das nicht gestört habe. Darauf meinte er, dass es ihm vollkommen egal sei, was in seiner Identitätskarte steht. Diejenigen, die ihn kannten, haben ihn sowieso immer Willi gerufen. Sein faschistischer Name wurde ganz einfach nicht gebraucht und folglich vergessen.

Als Grödner-Ladiner habe ich sowieso eine etwas andere Sicht- und Denkweise. In unserem ladinischen „Talele“ kann und darf jeder die Orte und Berge so nennen, wie es ihm passt. Der Altoatesino steigt auf den Sassolungo, der Südtiroler auf den Langkofel, und wir Ladiner auf den Saslonch. Alles kein Problem! Der Südtiroler ist froh, am Gipfel des Klockerkarkopfes angekommen zu sein, und der Altoatesino erfreut sich der wunderbaren Aussicht auf der Vetta d’Italia. Zusammen wird man über das Bergsteigen fachsimpeln und sich zum Schluss einen schönen Tag und einen guten Abstieg wünschen.

Ich finde, die Bemühungen müssten demnach nicht der Löschung italienischer Orts- und Flurnamen gelten, sondern viel mehr der besseren Erlernung der jeweils anderen Landessprache bzw. der Verbesserung der Kenntnisse. Ein paritätischer Sprachunterricht, wie es in den ladinischen Tälern gang und gäbe ist, wäre ein unerlässlicher Anfang.

In einem Buch von Dale Carnegie mit dem Titel „Sorge dich nicht, lebe“, steht eine weitere Weisheit: „Versuche nie, jene Dinge zu ändern, die du nicht ändern kannst. Du vergeudest wertvolle Zeit und Energie, welche du woanders viel sinnvoller einsetzen kannst.“ Wir alle kennen die Grundbedürfnisse der Menschen: Essen, Schlaf, Gesundheit, Wohnen, Fürsorge, Liebe, Arbeit, Rechtssicherheit usw. Ich bin mir sicher, dass wir alle Internet- seiten dieser Welt durchstöbern können und nirgends die Angabe finden, dass die Toponomastik und das Aufwühlen eines fast hundert Jahre alten Unrechtes zu den Grundbedürfnissen der Menschen zählt.

Mir ist schon bewusst, dass es sich um ein sehr emotionales Thema handelt. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass unsere Politik – wohlgemerkt aller Landessprachen – die wertvolle Zeit und Energie in jenen Bereichen einsetzen soll, die effektiv dazu beitragen, die Grundbedürfnisse der Menschen zu bewahren und wenn möglich auszubauen.

Oder wie ich sehr oft zu meinen Söhnen nach den „Bozner Nachrichten“ sage: „Ach, Buben, geht’s uns doch gut, wenn wir nur diesen Schmarrn zu hören bekommen.“

Schlagwörter: 14-17freenomedia

Ausgabe 14-17, Seite 7

Südtiroler Wirtschaftszeitung

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