Bozen – Erst mit knapp 87 Jahren trat Paul Atzwanger als Präsident der Unternehmensgruppe Atzwanger ab. Das war vor gut drei Jahren. Die SWZ widmete ihm zu diesem Anlass ein Porträt. Wirklich kürzergetreten ist er seither aber nicht. Paul Atzwanger ist weiterhin regelmäßig im Bozner Firmensitz anzutreffen. Und jüngst feierte er dort seinen 90. Geburtstag.
Gefeiert wurde mit rund 200 Geladenen: mit der Familie, langjährigen Freunden und Wegbegleitern, Ehrengästen und Mitarbeitenden.
Als Paul Atzwanger 1957 in das von seinem Vater Luis gegründete Familienunternehmen eintrat, war Atzwanger ein kleiner Handwerksbetrieb für Heizungs- und Sanitäranlagen. Schon früh half er mit seinem Bruder Peter im Betrieb mit. Gemeinsam entwickelten sie den Betrieb weiter.
Ein Meilenstein war in den 1960er-Jahren die erste moderne Badewasseraufbereitungsanlage für das Lido Bozen. „Ein Wagnis“, erinnert sich Paul Atzwanger. Aus diesem Mut seien dann neue Geschäftsfelder entstanden.

Heute ist die Atzwanger AG mit 250 Mitarbeitenden ein international renommiertes Unternehmen für Anlagen im Bereich Gebäude-, Badewasser-, Energie- und Abfall- sowie Trink- und Abwassertechnik.
Zwei der Söhne und die Tochter von Paul Atzwanger sind in die Fußstapfen getreten und im Unternehmen tätig. Der dritte Sohn lebt als Unternehmensberater in München.
„Zahlen und Aufträge interessieren mich noch immer, damit ich am Laufenden bleibe“, sagt der 90-Jährige zur Tatsache, dass er weiterhin häufig im Betrieb anzutreffen ist – im obersten Stock, im Büro mit der schönsten Aussicht.

















