Rom/Bozen – Die digitale Transformation in Trentino-Südtirol macht deutliche Fortschritte: Mehr als 70 Millionen Euro wurden investiert, 2.277 Projekte finanziert und fast alle lokalen Körperschaften eingebunden. Grundlage dafür sind zwei offizielle Berichte des Ministeriums für digitale Transformation, die vom Unterstaatssekretär für technologische Innovation, Alessio Butti, übermittelt wurden.
„Die digitale Transformation von Trentino-Alto Adige hat dank strukturierter und gemeinsamer Arbeit zwischen der Zentralregierung und den autonomen Gebieten konkrete und messbare Ergebnisse erzielt.“ Alessia Ambrosi
Für die Abgeordnete Alessia Ambrosi (Fratelli d’Italia – Trentino-Alto Adige) ist die Entwicklung eindeutig positiv. Wörtlich erklärt sie: „Die digitale Transformation von Trentino-Alto Adige hat dank strukturierter und gemeinsamer Arbeit zwischen der Zentralregierung und den autonomen Gebieten konkrete und messbare Ergebnisse erzielt.“
Die Berichte geben einen detaillierten Überblick über den Stand der Digitalisierung in den autonomen Provinzen Trient und Bozen.
Investitionen und breite Beteiligung
Insgesamt flossen über 70 Millionen Euro in die Digitalisierung der lokalen öffentlichen Verwaltung. Finanziert wurden 2.277 Projekte von Gemeinden, Schulen und Gesundheitsbehörden.
Laut Ambrosi ist die Beteiligung der lokalen Einrichtungen nahezu vollständig. Auch die wichtigsten nationalen Plattformen für digitale Dienstleistungen wurden großflächig eingeführt. Das zeige, dass die Verbindung aus zentraler Steuerung und regionaler Umsetzung funktioniere.
Autonome Provinz Trient: Hohe Umsetzungsquote
In der Provinz Trient wurden 1.250 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 39,6 Millionen Euro finanziert. Davon sind bereits über 23,9 Millionen Euro ausbezahlt – das entspricht einer Quote von 62 Prozent. Beteiligt sind 99 Prozent der Gemeinden, 86 Prozent der Schulen und 100 Prozent der Provinzgesundheitsbehörde.
Bei den wichtigsten Digitalmaßnahmen liegen die Abschlussraten hoch:
Neugestaltung institutioneller Websites: über 95 Prozent
SPID und CIE: rund 94 Prozent
pagoPA: über 86 Prozent
Dateninteroperabilität über PDND: über 82 Prozent
Auch beim Ausbau der Konnektivität gibt es Fortschritte: Der 1-Giga-Italien-Plan ist zu rund 91 Prozent umgesetzt und erreicht mehr als 9.500 Hausnummern. Der 5G-Italien-Plan (Backhauling) liegt bei 72 Prozent. Zudem wurden 24 Easy Digital Points eingerichtet – mehr als im Rahmen des PNRR vorgesehen.
Autonome Provinz Bozen: Starke Werte bei Plattformen
Auch in der Provinz Bozen zeigen die Zahlen deutliche Fortschritte: 1.027 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 30,6 Millionen Euro wurden finanziert. Mehr als 5,2 Millionen Euro sind bereits ausbezahlt. Die Gemeinden und die Gesundheitsbehörde sind vollständig beteiligt, rund 89 Prozent der Schulen sind eingebunden.
Besonders hohe Abschlussraten gibt es bei:
pagoPA: über 97 Prozent
PDND: etwa 96 Prozent
IO-App: über 91 Prozent
SPID/CIE: rund 87,5 Prozent
Beim Breitbandausbau liegt der 1-Giga-Italy-Plan bei 77 Prozent (3.368 angeschlossene Häuser), der 5G-Italy-Plan (Backhauling) bei 72 Prozent. Alle Gesundheitseinrichtungen sind bereits angeschlossen. Zusätzlich wurden 22 Easy Digital Points eingerichtet.
Politische Bewertung

Ambrosi sieht darin eine Bestätigung der Regierungsarbeit. Sie erklärt: „Offizielle Daten des Department for Digital Transformation bestätigen die Wirksamkeit der von der Regierung Meloni ergriffenen Maßnahmen, die sich entschieden hat, ernsthaft in die Digitalisierung als strategischen Hebel für Entwicklung, territorialen Zusammenhalt und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung zu investieren.“
Es gehe nicht um Ankündigungen, sondern um konkrete Maßnahmen, bereitgestellte Mittel und funktionierende Dienstleistungen für Bürger, Unternehmen und Verwaltungen.
Abschließend betont Ambrosi die Rolle des Parlaments: Es müsse eine kontinuierliche Verbindung zwischen den Bedürfnissen der lokalen Gemeinschaften und der Zentralregierung sicherstellen. Sie werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Anliegen von Trentino-Südtirol gehört und die verfügbaren Ressourcen bestmöglich genutzt werden.

















