Bozen – Die Südtiroler Landesregierung setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des Gesundheitswesens: Mit insgesamt fast 50 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren sowohl moderne Medizingeräte angeschafft als auch zentrale Bauvorhaben im Bereich der wohnortnahen Versorgung realisiert.
So können wir genaue Diagnosen stellen, die Patientinnen und Patienten gut versorgen und mit den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen Schritt halten.“ Hubert Messner
Am Dienstag beschloss die Landesregierung auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner zwei große Maßnahmenpakete. Zum einen stehen 11,5 Millionen Euro bis 2027 aus dem Landesgesundheitsfonds für den Ankauf neuer Medizingeräte bereit. Allein im Jahr 2025 werden davon acht Millionen Euro investiert. „Wir wollen modernisieren und die Patienten besser versorgen“, betont Messner laut Landespresseamt.
11,5 Millionen für bessere Diagnostik und Versorgung
Die Investitionen betreffen sowohl Groß- als auch Kleingeräte: Dazu zählen Magnetresonanztomographen, Computertomographen, Röntgenanlagen oder Ultraschallgeräte, ebenso wie Infusionspumpen, Patientenmonitore oder Defibrillatoren. Für das erste Jahr sind 6,2 Millionen Euro für Großgeräte und 1,8 Millionen Euro für kleinere Anschaffungen vorgesehen.
Ein Blick in die Bezirke zeigt, wie vielfältig die Modernisierung wirkt:
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Bozen: 2,66 Millionen Euro für drei neue CT-Geräte, die Ausstattung der neuen Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Modernisierung der Neugeborenenintensivstation.
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Meran: 1,38 Millionen Euro für zwei Röntgentische, ein CT-Gerät und ein Elektroskalpell.
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Brixen: 560.000 Euro für den Ambulanzbereich Endourologie und ein neues Ultraschallgerät.
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Bruneck: 300.000 Euro für ein CT-Bone-Beam und zwei Operationstische.
Zusätzlich finanziert werden 55 Befundungs-Workstations, drei MRT-Updates sowie eine Cybersecurity-Lösung – insgesamt 1,22 Millionen Euro.
„Wir investieren gezielt, um die Gesundheitsdienste näher zu den Menschen zu bringen. Wer Hilfe braucht, soll sie schnell, gut und in modernen Strukturen vor Ort bekommen.“ Hubert Messner
Parallel dazu hat die Landesregierung auch ein umfangreiches Investitionsprogramm 2025–2029 für wohnortnahe Dienste auf den Weg gebracht. Dafür stehen 38,3 Millionen Euro zur Verfügung, die die bereits bis 2024 investierten 15,7 Millionen Euro ergänzen. „Wir investieren gezielt, um die Gesundheitsdienste näher zu den Menschen zu bringen. Wer Hilfe braucht, soll sie schnell, gut und in modernen Strukturen vor Ort bekommen“, unterstreicht Messner laut Landespresseamt.
Herzstück: neue und modernisierte Gemeinschaftshäuser
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In Mals wird der bestehende Sprengelsitz zu einem Gemeinschaftshaus ausgebaut, Kostenpunkt: 1,43 Millionen Euro.
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In Eppan ist ab 2028 ein weiteres Gemeinschaftshaus geplant. Damit steigt die Gesamtzahl der Gemeinschaftshäuser in Südtirol von zehn auf zwölf.
Weitere zentrale Projekte sind.
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In Bozen wird mit 14,9 Millionen Euro der neue Sprengel Oberau-Haslach realisiert.
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In Leifers entsteht für 21,4 Millionen Euro der Sprengel „Leifers-Branzoll-Pfatten“ mit integriertem Gemeinschaftshaus, Palliative-Care und Sozialdiensten.
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In Neumarkt wird ein Gemeinschaftshaus mit Gemeinschaftskrankenhaus und wohnortnaher Einsatzzentrale gebaut – inklusive Ambulatorien, Diagnostik und 20 Intermediärbetten.
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Für die Sanierung des Sprengels „Eggental-Schlern“ in Kardaun werden 350.449 Euro investiert.
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Zusätzlich sind Studien für neue Vorhaben mit einem Budget von 50.000 Euro vorgesehen.

Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Foto: LPA/ Fabio Brucculeri
Mit diesen Beschlüssen ersetzt das neue Programm das bisherige Investitionsprogramm 2024–2028. Die Finanzierung für 2025 bis 2027 ist im Landeshaushalt bereits gedeckt, für die Jahre 2028 und 2029 hat die Landesregierung die Mittel eingeplant.
Südtirol rüstet sein Gesundheitswesen gleich doppelt für die Zukunft – mit High-Tech-Geräten und modernen, wohnortnahen Strukturen für die Bevölkerung. „So können wir genaue Diagnosen stellen, die Patientinnen und Patienten gut versorgen und mit den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen Schritt halten“, fasst Messner zusammen.















