Bozen – 46 Prozent der Südtiroler:innen zwischen 18 und 80 Jahren nutzen mindestens einmal pro Woche künstliche Intelligenz. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Erhebung des Landesstatistikinstitutes ASTAT zur Nutzung von künstlicher Intelligenz und zu den Meinungen der Bevölkerung über den Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung.
Während knapp die Hälfte der Befragten mindestens einmal wöchentlich KI nutzen, verwenden sie 19 Prozent nie. Dabei gilt: Je jünger die Person und desto höher der Bildungsgrad und die Technikaffinität, desto eher nutzen die Personen KI.
Bereits im November hatte die SWZ Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage veröffentlicht, die vom Bozner Meinungsforschungsinstitut Apollis im Auftrag der SWZ durchgeführt wurde. Darin wurde unter anderem erhoben, wie häufig Südtirol KI bei der Arbeit nutzt. Unter jenen Personen, die KI kennen oder digitale Geräte nutzen sowie berufstätig oder in Ausbildung sind, verwenden 56 Prozent mindestens einmal pro Woche eine künstliche Intelligenz. Bei weiteren zehn Prozent ist das mindestens einmal im Monat der Fall, bei elf Prozent seltener, während 22 Prozent bei der Arbeit oder in der Ausbildung nie KI nutzen. Hier geht’s zu allen Ergebnissen der SWZ-Umfrage.
KI in der Gesundheitsversorgung?
Das ASTAT befragte die Südtiroler:innen auch zu ihrer Meinung zum Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung. Die Meinungen diesbezüglich unterscheiden sich je nach Anwendungsbereich.
Besonders hoch ist die Zustimmung in organisatorischen Bereichen, während er in sensibleren Bereichen der Gesundheitsversorgung zurückhaltender bewertet wird. So zeigt sich etwa, dass rund 75 Prozent den Einsatz von KI bei der Planung und Organisation von Arztterminen als sinnvoll erachten. Bei der Auswertung von diagnostischen Tests sind die Menschen bereits skeptischer: 51 Prozent finden, KI sei dort nützlich. Und bei dringenden Entscheidungen glauben nur noch 28 Prozent, KI sollte unterstützend eingesetzt werden.
















